EU-Minister stellen sich gegen belgischen Premier: Keine Einigung mit Putin.
Belgischer Regierungschef erntet scharfe Kritik aus Brüssel
Nach Angaben von TSN.ua: Ein Vorstoß des belgischen Premierministers Bart De Wever sorgt für Empörung in der Europäischen Union. Er hatte gefordert, mit Wladimir Putin zu verhandeln, um den Krieg in der Ukraine zu beenden und die russischen Energieimporte wieder aufzunehmen. Mehrere EU-Minister widersprachen entschieden und betonten, dass man kein russisches Gas mehr kaufen werde, um die Kriegsmaschinerie Moskaus nicht weiter zu finanzieren. Ein zentraler Punkt ihrer Kritik: Gespräche dürften nicht zu einer politischen Aufwertung des Aggressors führen.
Schweden und EU-Kommissar warnen vor Abhängigkeit
Die Reaktionen auf De Wevers Aussagen fielen deutlich aus. Schwedens Energieministerin Ebba Busch erklärte, Russland töte weiterhin unschuldige Menschen in der Ukraine. Sie stellte klar:
„Wir werden kein Gas aus Russland kaufen. Wir werden seinen Krieg nicht finanzieren.“ – Ebba Busch
EU-Energiekommissar Dan Jørgensen warnte vor den Folgen der einstigen Abhängigkeit von russischer Energie. Diese habe Putin in die Lage versetzt, europäische Staaten zu erpressen. Er sagte:
„Wir waren zu lange von russischer Energie abhängig, was Putin erlaubte, uns zu erpressen. Wir sind entschlossen, unseren Kurs in diesen Fragen beizubehalten.“ – Dan Jørgensen
Die EU hat bereits einen Fahrplan erstellt, um bis 2027 vollständig auf russisches Gas zu verzichten. In diesem Zusammenhang ist ein Kredit von 90 Milliarden Euro für die Ukraine vorgesehen, der jedoch derzeit von Ungarn blockiert wird. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges und der internationalen Isolation Russlands unterstreichen die europäischen Spitzenpolitiker die Dringlichkeit, die Energieunabhängigkeit zu stärken und sich nicht mehr erpressbar zu machen.
Der EU-Beamte Maxime Prévot hob hervor, dass Dialog nicht mit Normalisierung verwechselt werden dürfe:
„Dialog ist nicht dasselbe wie eine Normalisierung der Beziehungen. Und das ist ein entscheidender Unterschied.“ – Maxime Prévot
Die geschlossene Ablehnung des belgischen Vorstoßes zeigt die klare Haltung der EU: Die Unterstützung für die Ukraine hat Priorität, und eine Rückkehr zu normalen Beziehungen mit Russland kommt während der anhaltenden Aggression nicht in Frage.
Dieser Vorgang verdeutlicht die wachsenden Spannungen zwischen der EU und Russland sowie die Bedeutung eines geeinten Auftretens der europäischen Führung in der Energiepolitik. Der Verzicht auf die Finanzierung russischer Militäraktionen gewinnt zunehmend an Dringlichkeit, während Europa seine Abhängigkeit von russischen Energielieferungen verringern will. Gleichzeitig bleibt die Unterstützung für die Ukraine ein zentrales Anliegen der EU, die sich nicht durch Druck oder Erpressung aus Moskau von ihrem Kurs abbringen lässt.
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