Paton-Brücke kurz vor dem Einsturz – Warum Kiew kein Geld für die Sanierung findet.
Katastrophaler Zustand der Paton-Brücke
Nach Angaben von Novyny.live: Die Paton-Brücke in Kiew steht kurz vor dem Kollaps. Bereits Anfang 2015 wurde sie als einsturzgefährdet eingestuft, eine geplante Sperrung im Jahr 2017 blieb jedoch aus. Bis heute wurden keine Reparaturmaßnahmen ergriffen. Der zuständige Bezirkschef der Desnja-Verwaltung, Maksym Bachmatow, bestätigt: Die Restlebensdauer der Brücke ist auf null gesunken. Die Situation ist damit äußerst kritisch. Die Brücke ist ein zentraler Verkehrsweg über den Dnipro und ihr Ausfall würde die Stadt massiv belasten.
Für die dringend nötige Sanierung fehlen jedoch die Mittel. Gleichzeitig investiert die Stadtverwaltung von Kiew (KMDA) eine Milliarde US-Dollar in den Bau der neuen Podil-Brücke. Diese Prioritätensetzung stellt die Sicherheit der Paton-Brücke zunehmend in Frage. Bachmatow übt scharfe Kritik:
„Kiew hat keinen einzigen Kredit bekommen, weil sie (die KMDA, Anm. d. Red.) Idioten sind. Sie haben alle internationalen Gelder verjubelt.“Seine Aussage unterstreicht die Dramatik der Lage und die reale Gefahr einer vollständigen Sperrung.
Ergebnisse der Brückenuntersuchung
Eine eingehende Prüfung offenbarte das erschreckende Ausmaß des Verfalls: Das Metall der Querträger ist fast vollständig durchgerostet. Der Experte Wjatscheslaw Bohdanow warnt:
„Die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Einsturzes der Brücke ist durchaus real.“Die Verantwortlichen müssen nun umgehend handeln, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und eine Katastrophe zu verhindern.
Der Fall der Paton-Brücke ist symptomatisch für die marode Infrastruktur in der ukrainischen Hauptstadt. Während in prestigeträchtige Neubauprojekte investiert wird, fehlt es am Geld für die Instandhaltung lebenswichtiger bestehender Bauwerke. Diese Schieflage gefährdet Menschenleben und zeigt die dringende Notwendigkeit einer ausgewogenen Infrastrukturpolitik, die Erhalt und Erneuerung gleichermaßen im Blick hat.
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