Kontosperrung bei Monobank: Wie eine Flagge zu einem Skandal führte.
Ein Vorfall mit weitreichenden Folgen
Nach Angaben von TSN.ua: Eine Kundin der ukrainischen Monobank, Karina Kolb, sah sich unvermittelt mit einer gesperrten Kontoverbindung konfrontiert. Der Grund: Ein Foto, auf dem sie eine Flagge zeigt, die von einem Mitarbeiter offenbar mit einem russischen Symbol verwechselt wurde. Monobank-Mitgründer Oleg Gorochowskij erklärte, Kolb habe sich per Video-Ident-Verfahren nach dem Grund der Sperre erkundigt. Die Kundin selbst betonte hingegen, es handele sich auf dem Bild um die Flagge Sloweniens. In der aktuellen Situation in der Ukraine sind derartige Verwechslungen besonders heikel und können schnell eskalieren.
Die Sperrung erfolgte während eben jenes Video-Identifikationsprozesses. Karina Kolb lebt im Bezirk Tschuhujiw in der Region Charkiw. Ihr Stiefvater dient seit dem Jahr 2014 in der ukrainischen Armee. Auch der ukrainische Soldat Serhij Hnesdilow steht in Kontakt mit Karina Kolb.
Am 11. März wollte sich die Bank nicht zu dem Fall äußern. Karina Kolb zeigte sich tief beunruhigt und berichtete von gesundheitlichen Problemen nach dem Vorfall. Sie zieht nun sogar eine gerichtliche Klärung in Betracht.
Symbolik im Krieg: Eine Frage der Sensibilität
Der Fall macht überdeutlich, welche enorme Bedeutung der sensiblen Handhabung von Symbolen und ihrer Interpretation in Kriegszeiten zukommt. In den ukrainischen Sozialen Medien und Nachrichten wird die Situation intensiv diskutiert. Dabei wird vor den Risiken gewarnt, die eine fehlerhafte Identifikation von Symbolen mit sich bringen kann – mitunter mit schwerwiegenden Konsequenzen für die Betroffenen. Vor dem Hintergrund der militärischen Verbindungen im Umfeld von Karina Kolb erhalten derartige Vorfälle eine zusätzliche, emotionale Dimension.
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