China hat die Anforderungen der USA in Bezug auf Erdöl abgelehnt: Warum Peking nicht auf russisches Rohöl verzichten wird.
China verteidigt sein Recht auf Selbstständigkeit bei der Festlegung seiner Energiepolitik ohne Druck von Seiten der USA, die den Stopp der Käufe von russischem und iranischem Erdöl fordern. Das chinesische Außenministerium betonte, dass das Land sich nicht von äußeren Einflüssen in Angelegenheiten nationaler Interessen beeinflussen lassen wird.
Diese Position war eine Antwort auf die Aufforderungen aus Washington, den Handel mit Russland und dem Iran einzuschränken, die von den USA als Schlüsselquellen zur Finanzierung von militärischen Konflikten angesehen werden, so die Associated Press.
China, als einer der größten Erdölimporteure, plant nicht, seine Handelsbeziehungen zu überdenken, die die Stabilität seiner Wirtschaft gewährleisten.
'China wird immer seine Energieversorgung auf eine Weise sichern, die unseren nationalen Interessen entspricht. Zwang und Druck werden nichts bewirken. China wird entschieden seinen Souveränität, Sicherheit und Entwicklung Interessen verteidigen', heißt es in der offiziellen Erklärung des chinesischen Außenministeriums.
Verhandlungen zwischen den USA und China
Die Verhandlungen zwischen den USA und China zu diesem Thema waren angespannt. Der US-Finanzminister Scott Bessent betonte, dass Peking die Erdölkäufe als Teil seines Souveräns betrachtet.
'Wir wollen ihren Souverän nicht stören, daher würden sie gerne 100 % Zölle zahlen', sagte Bessent und kommentierte den Verlauf der Verhandlungen.
Er wies auch darauf hin, dass die chinesische Seite ein 'harter' Dialogpartner sei, aber dies den Fortschritt nicht behindert habe. Laut Bessent gibt es alle Voraussetzungen für einen Kompromiss.
'Ich glaube, dass wir alle Voraussetzungen für den Abschluss eines Deals haben', fügte er hinzu.
Geopolitik des Erdölmarktes
Die USA üben aktiv Druck auf Länder aus, die weiterhin Erdöl aus Russland und dem Iran kaufen, und argumentieren dies mit der Notwendigkeit, deren Einnahmen zu kürzen. Washington verbindet diese Mittel mit der Finanzierung des Krieges Russlands gegen die Ukraine und der Unterstützung von iranischen bewaffneten Gruppen im Nahen Osten.
Vor kurzem erklärte der US-Präsident Donald Trump die Einführung von 25 % Zöllen auf Waren aus Indien aufgrund ihrer Geschäfte mit russischem Erdöl und Waffen. Diese Entscheidung hat den indischen Markt betroffen: Indische staatliche Raffinerieunternehmen haben den Kauf von russischem Erdöl aufgrund gesunkener Rabatte und Andeutungen von Sanktionen eingestellt.
Im Mittelpunkt steht der Konflikt zwischen China und den USA über den Kauf von Erdöl durch andere Länder. China besteht auf seiner Unabhängigkeit bei der Festlegung seiner Interessen, selbst während geopolitischer Druck- und Verhandlungsprozesse mit den Vereinigten Staaten. Die gespaltene Situation im Bereich Energie und Handel könnte in Zukunft großen Einfluss auf die Geopolitik und Wirtschaft haben.
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