Ab Februar 2026: Höhere Zuschläge für Nachtschicht in Polen.
Mehr Geld für Arbeit in der Nacht
Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem 1. Februar 2026 müssen polnische Arbeitgeber ihren Beschäftigten für Nachtarbeit höhere Zuschläge zahlen. Diese Änderung ist eine direkte Folge der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns, der die Basis für die Berechnung der Nachtzuschläge bildet.
Gemäß Artikel 151(8) des polnischen Arbeitsgesetzbuches beträgt der Nachtzuschlag künftig 20 Prozent des jeweiligen Stundenlohns. Als Nachtarbeit gilt die Zeit zwischen 21:00 Uhr und 7:00 Uhr. Da der Mindestlohn im Januar 2026 bei 4.806 Złoty brutto liegt, ergibt sich daraus ein Zuschlag von 6,01 Złoty brutto pro geleisteter Nachtstunde.
Vorteile und gesetzliche Einschränkungen
Für Beschäftigte, die ausschließlich nachts arbeiten, kann sich der finanzielle Vorteil auf bis zu 1.000 Złoty brutto im Monat summieren. Diese deutliche Aufstockung des Einkommens verbessert die Situation vieler Schichtarbeiter erheblich. Die Nachtschicht ist in Polen jedoch nicht für alle Personengruppen erlaubt. Ausgenommen sind:
- Schwangere,
- Minderjährige,
- Eltern von Kindern unter acht Jahren – es sei denn, sie geben ihre schriftliche Zustimmung,
- sowie Menschen mit Behinderung ohne ausdrückliche ärztliche Genehmigung.
Diese Regelungen dienen dem Schutz besonders schutzbedürftiger Arbeitnehmer.
Die Reform unterstreicht die Bemühungen der polnischen Regierung, die Arbeitsbedingungen insbesondere für Beschäftigte in ungünstigen Schichten zu verbessern.
Die Einführung der höheren Nachtzuschläge ist somit Teil einer breiteren Initiative zur Stärkung des sozialen Schutzes und zur Aufwertung anspruchsvoller Arbeitszeiten. Experten gehen davon aus, dass diese Maßnahme auch den Arbeitsmarkt beeinflussen wird, da Unternehmen ihre Arbeitszeitmodelle überdenken müssen, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
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