Deutschland und die USA bündeln ihre Kräfte zur Herstellung von ATACMS- und Patriot-Raketen in Europa.
Der deutsche Rheinmetall und der amerikanische Lockheed Martin gründen ein Joint Venture in Europa
Der deutsche Waffenhersteller Rheinmetall und der amerikanische Konzern Lockheed Martin planen die Gründung eines Joint Ventures zur Herstellung von Raketen in Europa. Diese strategische Initiative zielt darauf ab, der wachsenden Nachfrage in Europa nach präzisen Munitionen und Luftverteidigungssystemen angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen gerecht zu werden.
Das Ziel der Zusammenarbeit ist die Schaffung eines europäischen 'Kompetenzzentrums' für die Raketenproduktion. Rheinmetall wird 60% der Anteile am Joint Venture halten. Dies deutet auf wichtige Veränderungen in der transatlantischen Verteidigungszusammenarbeit hin, sagt der Geschäftsführer von Rheinmetall, Armin Papperger.
Nach Angaben von Papperger soll das Joint Venture Engpässe in den Lieferketten überwinden, die zu langen Wartezeiten für europäische Länder auf Verteidigungssysteme aus den USA führen.
Pläne des Joint Ventures und Markterwartungen
Die Initiative sieht den Produktionsbeginn von Raketentriebwerken im Jahr 2026 und von Raketen bis 2027 vor, mit der Erwartung einer steigenden Produktion bis 2029-2030. Das Unternehmen könnte einen Jahresumsatz von bis zu 5 Milliarden Euro erzielen.
Im Mittelpunkt der Partnerschaft stehen die Raketen Systeme ATACMS und Patriot PAC-3 MSE. ATACMS ist für Angriffe auf hochpriorisierte Ziele in Entfernungen von bis zu 300 km konzipiert. Patriot PAC-3 MSE wird zur Luftverteidigung eingesetzt und kann ballistische Raketen, Marschflugkörper und Flugzeuge abfangen.
Analyse
Die Gründung des Joint Ventures von Rheinmetall und Lockheed Martin entspricht dem wachsenden Bedarf Europas an Raketen und Luftverteidigungssystemen. Diese Initiative wird die Zusammenarbeit zwischen den Partnern stärken und es den europäischen Ländern ermöglichen, schneller Verteidigungssysteme zu erhalten. Der prognostizierte Erfolg des Unternehmens könnte erhebliche Auswirkungen auf die europäische Verteidigungsindustrie haben und den NATO-Verbündeten bei der Unterstützung ihrer Verteidigungsposition helfen.
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