Verspätung des Zuges wegen Schmuggel von Zigaretten: Dutzende Ukrainer blieben nachts in der Kälte stecken.
Nach Angaben von ТСН: Der Versuch der Eisenbahner, illegale Waren zu transportieren, wurde zu einer echten Prüfung für Dutzende von Ukrainern, die nach Polen reisen wollten. Aufgrund der Verspätung des Zuges fanden sich die Passagiere in der Kälte in der Stadt Chełm an der ukrainisch-polnischen Grenze wieder.
Über diesen Vorfall berichtete der ehemalige Mitarbeiter der "Ukrzaliznytsia", und jetzt Soldat der Ukrainschen Streitkräfte, Oleksandr Rudomanov, der sich in Bezug auf die Beschwerden der Nutzer in Facebook äußerte.
150 Kartons Zigaretten und ein gerissener Zeitplan
Laut einer der Passagierinnen gab es während der Verspätung des Zuges Nr. 119 von Dnipro nach Chełm aufgrund von Schmuggel: etwa 150 Kartons Zigaretten. Die Bearbeitung dieses Verstoßes und die Verspätung dauerten etwa drei Stunden, was sich kritisch auf den Fahrplan auswirkte.
„Es gibt keinen Bahnhof in Chełm“
Die Verzögerung führte dazu, dass die Passagiere den letzten Zug nach Warschau, der um 18:28 Uhr abfährt, verpassten. Der nächste Zug ist erst für 5 Uhr morgens geplant.
Die Wetterbedingungen und die unzureichende Infrastruktur erschweren die Situation:
- In Chełm gibt es kein geeignetes Bahnhofsgebäude, in dem man die Nacht verbringen könnte.
- Die Temperatur fiel auf -11 Grad Celsius.
„Es wird nicht mit den Passagieren kommuniziert. Ist das die Schuld des Transportunternehmens? Was sollen die Passagiere tun?“
Bis zu diesem Zeitpunkt hat "Ukrzaliznytsia" den Vorfall offiziell nicht kommentiert und keine Informationen über die Organisation von Transfers oder Unterkünften für die in Polen gestrandeten Personen aufgrund der Fehler eines UZ-Mitarbeiters bereitgestellt.
Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung einer ordnungsgemäßen Organisation des Personentransports und der Kommunikation mit den Passagieren während einer Notsituation. Die entstandene Situation hätte ein viel geringeres Problem sein können, wenn den Passagieren zumindest ein Warteraum oder die notwendigen Informationen über ihre nächsten Schritte zur Verfügung gestellt worden wären.
Lesen Sie auch
- Gewaltwelle in der Oblast Dnipropetrowsk: Ein Toter und mehrere Verletzte nach intensiven Angriffen
- Wichtige Verkehrsader in der Region Charkiw gesperrt: Umleitungen wegen defekter Durchlassröhre
- Tote und Verletzte bei russischen Angriffen auf Saporischschja und Cherson
- Hafen von Mariupol lahmgelegt: Angriffe auf Anlagen und Stromversorgung
- Schwere russische Angriffswelle auf die Ukraine: Todesopfer und Verletzte, massive Zerstörung in drei Regionen
- Ukrainische Schutztechnologien in Estland getestet: Erste Modulanlage in Tallinn installiert

