USA und Golfstaaten verhandeln über ukrainische Abfangdrohnen.
Verhandlungen über ukrainische Drohnentechnik
Nach Angaben von TSN.ua: Das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) und Regierungen von Golfstaaten führen derzeit intensive Gespräche über den Kauf ukrainischer Abfangdrohnen. Ziel ist es, die Abwehr iranischer Drohnen, insbesondere der Shahed-Modelle, die eine erhebliche Bedrohung für die Region darstellen, effektiver und kostengünstiger zu gestalten. Das Interesse an ukrainischer Technologie ist vor dem Hintergrund der hohen Kosten für Raketenabwehrsysteme wie Patriot gestiegen, die bisher gegen solche Drohnenangriffe eingesetzt werden.
Kostenfrage treibt Nachfrage an
Die Staaten am Golf investieren immense Summen in Patriot-Raketen, wobei eine einzelne Rakete des Typs PAC-3 über 13,5 Millionen Dollar kostet. Im krassen Gegensatz dazu steht der Preis einer Shahed-Drohne, die auf nur etwa 30.000 Dollar geschätzt wird. Diese enorme Kostenasymmetrie macht die Suche nach günstigeren Abwehrlösungen dringend.
- Zu den potentiell angebotenen ukrainischen Abfangdrohnen gehören Modelle wie Merops und Sting.
- Diese erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h und sind damit schneller als die Shahed-Drohnen, die maximal etwa 185 km/h fliegen.
In der Ukraine sind rund ein Dutzend Unternehmen mit der Produktion solcher Abfangdrohnen befasst, was das beträchtliche industrielle Potenzial des Landes auf diesem Gebiet unterstreicht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bedeutung der praktischen Erfahrung seines Landes im Kampf gegen Shahed-Drohnen hervorgehoben. Er betonte jedoch eine klare Bedingung für jede Kooperation:
„Jede Zusammenarbeit mit Partnern ist nur möglich, ohne unserer Verteidigungsfähigkeit zu schaden“- Wolodymyr Selenskyj. Diese Aussage spiegelt den vorsichtigen ukrainischen Ansatz bei internationalen Rüstungsgeschäften wider.
Die laufenden Verhandlungen könnten somit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Verteidigung im Persischen Golf leisten. Gleichzeitig markieren sie einen bemerkenswerten Schritt für die Ukraine, die sich zunehmend als ernstzunehmender Anbieter von Militärtechnologie auf dem Weltmarkt positioniert. Dies stärkt nicht nur die heimische Verteidigungsindustrie, sondern auch die sicherheitspolitische Vernetzung des Landes.
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