Ölverschmutzung im Dnister bedroht nach russischem Angriff Odessas Wasserversorgung.
Technische Öle verunreinigen den Dnister
Nach Angaben von Novyny.live: Ein russischer Raketen- und Drohnenangriff hat zu einer schwerwiegenden Verunreinigung des Dnister-Flusses mit technischen Ölen geführt. Diese Verschmutzung, die am 10. März 2026 in der Nähe des Dorfes Ljadova in der Oblast Winnyzja festgestellt wurde, bedroht nun die Wasserversorgung der Stadt Odessa. Ursache ist der Austritt von Raketentreibstoff nach einem Angriff am 7. März. Der Dnister ist eine entscheidende Wasserquelle für die Region, was die Gefahr dieser Kontamination unterstreicht.
Die Ölfilme wurden im Wasser bei Ljadova in der Gemeinde Jaryschiw im Rajon Mohyliw-Podilskyj entdeckt. Der Angriff auf die Energieinfrastruktur nahe dem Dnister-Wasserkraftwerk am 7. März hinterließ auch Spuren der Verschmutzung im Gebiet des moldauischen Dorfes Naslawtscha. Die gemessene Konzentration der Schadstoffe liegt mit 0,127 mg/dm³ um das 2,5-fache über dem zulässigen Grenzwert von 0,05 mg/dm³.
Weitere Fundorte und Gegenmaßnahmen
Weitere große Ölflecke wurden in der Stadt Mohyliw-Podilskyj gesichtet. Bei dem Dorf Kosliw zeigte sich ein dünner Fettfilm auf dem Wasser, und in der Gegend um Nahorjany wies die Verschmutzung einen charakteristischen 'regenschimmernden' Farbton auf, begleitet von einem deutlichen Geruch nach Treibstoff. Zudem wurden Verunreinigungen im Dnister-Liman festgestellt.
Am 12. März trat die Dnister-Kommission zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um weitere Schritte im Umgang mit der Wasserverschmutzung zu beraten. Die Situation bereitet den Bewohnern der Region große Sorge, da die Verunreinigung die Trinkwasserqualität für Odessa beeinträchtigen könnte.
Die Verseuchung des Dnisters mit technischen Ölen als Folge der Kriegshandlungen verdeutlicht die ökologischen Folgen des Konflikts, die langfristige Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit der Bevölkerung haben können.
Die Behörden prüfen bereits Maßnahmen zur Überwachung und Reinigung des Wassers, um potenzielle Risiken für die Odessaer Wasserentnahmestellen abzuwenden. Dieser Vorfall unterstreicht zudem, wie wichtig der Schutz natürlicher Ressourcen in Zeiten bewaffneter Auseinandersetzungen ist.
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