Polen beschuldigt russischen Geheimdienst FSB schwerer Cyberangriffe auf Energieversorgung.
Energienetz im Visier: Cyberattacke während Schneestürmen
Nach Angaben von TSN.ua: Polnische Regierungsvertreter machen den russischen Inlandsgeheimdienst FSB für eine Serie schwerer Cyberangriffe auf den Energiesektor verantwortlich. Die Attacken fanden am 29. Dezember 2023 während heftiger Schneestürme statt. Digitalisierungsminister Krzysztof Gawkowski bezeichnete den Vorfall als den bislang schwerwiegendsten Angriff auf die polnische Energieinfrastruktur. Solche Attacken auf kritische Versorgungssysteme stellen eine neue Eskalationsstufe der hybriden Bedrohungen dar.
Betroffen waren mehr als 30 Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energien. Darunter befand sich ein großes Heizkraftwerk, das fast eine halbe Million Verbraucher mit Wärme versorgt. Die Ermittlungen führen die Angriffe auf die Hackergruppe „Berserk Bear“ oder „Dragonfly“ zurück, die der 16. Direktion des FSB unterstellt sein soll.
Gefahr für internationale Großveranstaltungen
Da die Olympischen Winterspiele am 6. Februar 2024 beginnen, könnten solche Attacken auf Energieversorger auch eine Gefahr für die Sicherheit internationaler Großereignisse darstellen. Die polnischen Behörden untersuchen den Vorfall intensiv, um künftige Angriffe zu verhindern.
„Dieser Vorfall unterstreicht, wie wichtig Cybersicherheit für kritische Infrastrukturen ist – besonders im Umfeld globaler Events wie der Olympischen Spiele.“ – Krzysztof Gawkowski
Als Gastgeberland für internationale Veranstaltungen muss Polen dringend seine Cyberabwehr stärken, um künftige Bedrohungen abzuwehren. Die Vorwürfe gegen den FSB könnten zudem die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Warschau und Moskau weiter verschlechtern und weitreichende geopolitische Folgen haben.
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