1985 ukrainische Kinder zurückgeholt – Fünf weitere kehren aus Deportation heim.
Heimkehr nach Jahren der Trennung
Nach Angaben von Novyny.live: Fünf ukrainische Kinder sind aus den vorübergehend besetzten Gebieten und aus Russland zurückgekehrt. Darunter befinden sich Kinder aus einem Kinderheim in Cherson, die vier Jahre lang deportiert waren. Die Kinder sind zwischen 4 und 15 Jahre alt. Seit Beginn der großangelegten Invasion konnten bereits 1985 Kinder in ihre Heimat zurückkehren. Diese Rückholaktionen sind ein mühsamer, aber wichtiger Prozess im Angesicht des anhaltenden Konflikts.
Einzelschicksale hinter den Zahlen
Zu den Rückkehrern zählen ein vierjähriger Junge und seine sechsjährige Schwester, die aus dem Chersoner Kinderheim verschleppt worden waren. Ein weiterer Junge war mit seiner Mutter nach Russland gelangt, die dort verstarb. Diese Fälle verdeutlichen die tragischen Umstände, denen Kinder in diesem Krieg ausgesetzt waren und sind.
'Diese Geschichten zeigen: Eine Kindheit, die von Märchen und Geborgenheit hätte geprägt sein sollen, wurde zu einer Zerreißprobe. Doch jetzt geht es nicht mehr nur um den Schmerz. Jetzt geht es um die Heimkehr. Um die erste Umarmung nach langen Jahren der Trennung.' - Dmytro Lubinets
Die Rückführung der Kinder aus den besetzten Gebieten ist ein entscheidender Schritt zur Wiederherstellung ihrer Rechte und zum Schutz ihres Wohls. Sie belegt, dass die ukrainischen Behörden weiter an der Rückholung der vom Konflikt betroffenen Minderjährigen arbeiten. Jede Heimkehr kann einen tiefgreifenden Einfluss auf die psychische und emotionale Erholung der Kinder haben und hilft, die durch den Krieg zerrissenen Familienbande wieder zu knüpfen.
Lesen Sie auch
- Über 9.000 Ukrainer aus der Gefangenschaft zurückgekehrt: 96% berichten von Folter
- 160 ukrainische Soldaten aus Gefangenschaft befreit – Großteil verteidigte Mariupol
- Sieben Zivilisten aus russischer Gefangenschaft befreit: Wer am 27. Juni freikam
- Sieben Zivilisten aus russischer Gefangenschaft befreit: Wer zurückgekehrt ist
- Lubinez nennt tatsächliche Zahl: Über 1800 Zivilisten in russischer Gefangenschaft
- Menschen mit schweren Erkrankungen eingezogen: Ombudsmann kritisiert Ignoranz der Wehrbehörden

