Neue Regeln für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in der Ukraine: Quoten, Löhne und Urlaubsansprüche.

Neue Regeln für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in der Ukraine: Quoten, Löhne und Urlaubsansprüche
Neue Regeln für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in der Ukraine: Quoten, Löhne und Urlaubsansprüche

Beschäftigungsquoten für Menschen mit Behinderung in der Ukraine

Nach Angaben von Novyny.live: Seit April 2026 gelten in der Ukraine verbindliche Vorgaben für die Einstellung von Menschen mit Behinderung. Unternehmen müssen 4 Prozent ihrer Arbeitsplätze an diese Personengruppe vergeben. Konkret bedeutet das: Betriebe mit 8 bis 25 Mitarbeitern sind bereits verpflichtet, mindestens einen Arbeitsplatz für einen Menschen mit Behinderung bereitzustellen. Diese Regelung ist im ukrainischen Arbeitsrecht verankert und gilt für alle Arbeitgeber.

Arbeitsbedingungen und Urlaubsregelungen

Das Gesetz definiert zudem spezielle Urlaubsansprüche. Beschäftigte mit einer Behinderung der Gruppe I oder II haben Anspruch auf 30 Kalendertage Jahresurlaub, während Arbeitnehmer der Gruppe III auf 26 Kalendertage kommen. Darüber hinaus können Menschen mit Behinderung der Gruppen I und II unbezahlten Urlaub von bis zu 60 Kalendertagen nehmen; für die Gruppe III liegt diese Grenze bei 30 Kalendertagen. Diese Sonderregelungen sollen die besonderen Bedürfnisse der Betroffenen berücksichtigen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Mindestlohn, der 2026 in der Ukraine bei 8647 Griwna liegt. Diese Summe beeinflusst die Vergütung und die soziale Absicherung von Arbeitnehmern mit Behinderung maßgeblich. Die Schaffung geeigneter Arbeitsplätze und fairer Bedingungen für diese Gruppe ist ein zentraler Schritt, um ihre Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt voranzutreiben.

Die Bereitstellung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung und die Regelung ihrer Urlaubsrechte sind wesentliche Bestandteile der ukrainischen Sozialpolitik. Ziel ist es, ein inklusives Umfeld zu schaffen. — Quelle: Ministerium für Sozialpolitik der Ukraine

Die Einhaltung dieser Vorschriften kann die Beschäftigungsquote und die wirtschaftliche Lage von Menschen mit Behinderung verbessern. Im Zusammenhang mit der Anhebung des Mindestlohns könnten die neuen Normen Arbeitgeber zusätzlich motivieren, ihre Arbeitsplätze barrierefrei zu gestalten und so die aktive Teilhabe dieser gesellschaftlichen Gruppe zu fördern.


Lesen Sie auch

Werbung