Polens Premier empört über Ausschluss von Londoner Treffen am 7. Juni.
Polen fühlt sich bei internationalem Gipfel übergangen
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 7. Juni traf sich der ukrainische Präsident in London mit Vertretern mehrerer Staaten – Polen war nicht dabei. Das sorgt nun für Unmut in Warschau: Premierminister Donald Tusk kritisierte die Nichteinladung seines Landes deutlich. Er betonte, dass Polen bei Gesprächen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs unbedingt mit am Tisch sitzen müsse.
„Polen muss in die Verhandlungen eingebunden werden“– Donald Tusk.
Tusk attackiert das E3-Format
Am 9. Juni äußerte sich Tusk ablehnend zum sogenannten E3-Format, dem Großbritannien, Frankreich und Deutschland angehören. Aus seiner Sicht sollte Polen eine tragende Rolle bei der Diskussion über die Lage in der Ukraine spielen. Ein Sprecher der britischen Regierung betonte hingegen:
„Die Solidarität mit der Ukraine bleibt unsere Priorität“.
Die Verstimmung aus Warschau macht deutlich, wie wichtig Polen eine Beteiligung an internationalen Sicherheitsgesprächen zur Ukraine und zur gesamten Region ist. Als direkter Nachbar hat das Land strategisches Gewicht bei der Konfliktlösung – sein diplomatisches Engagement könnte die weitere Entwicklung maßgeblich beeinflussen.
- Durch die Einbindung Polens ließe sich die Abstimmung unter den westlichen Partnern verbessern.
- Zudem könnte dies den Friedensprozess in der Ukraine voranbringen.
Lesen Sie auch
- URC 2026 in Danzig: Über 1,5 Millionen Aufrufe für ukrainische Auslandssender
- Warschau stellt Bedingungen für EU-Beitritt Kiews: Polen fordert Ende der Ehrung umstrittener Nationalisten
- Polen drängt auf Entschädigung – Deutschland zögert bei Reparationszahlungen
- Kein Vermittler gefunden: Deutschlands Kanzler lehnt Tusks Bitte im Ukraine-Streit ab
- Streit um UPA-Ehrung: Polen droht Selenskyj mit Aberkennung höchster Auszeichnung
- Warum die Ukraine beim Wiederaufbau nicht nur auf Hilfe von außen setzen sollte – ein Ökonom klärt auf

