Ukrainischer Politiker wird Regierungschef in Rumänien: Das ist über Eugen Tomac bekannt.
Eugen Tomac als Premierministerkandidat ernannt
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 4. Juni 2023 schlug der rumänische Präsident Nikusor Dan Eugen Tomac als neuen Premierminister vor. Die offizielle Ernennungsurkunde wurde am darauffolgenden Tag, dem 5. Juni, unterzeichnet. Tomac hat nun bis zum 15. Juni 2023 Zeit, eine neue Regierung zu bilden.
Der 44-jährige Eugen Tomac wurde im Dorf Ozerne in der ukrainischen Oblast Odessa geboren und zog mit 17 Jahren nach Rumänien. Seinen Einstieg in die Politik vollzog er 2006. Im Jahr 2013 war er Mitbegründer der 'Partei der Volksbewegung', deren Vorsitz er 2018 übernahm – ein Amt, das er voraussichtlich bis März 2026 innehaben wird. Bei der Parlamentswahl 2012 erzielte er unter den im Ausland lebenden Rumänen ein beachtliches Ergebnis von 78,6 Prozent der Stimmen. 2019 wurde er zudem ins Europäische Parlament gewählt.
Die wichtigsten Vorhaben der künftigen Regierung
Tomacs Vorgänger, Nicolae Bolojan, war am 5. Mai 2023 seines Amtes enthoben worden. In seiner Antrittserklärung legte Tomac die zentralen Schwerpunkte seiner Regierung fest. Dazu zählen:
- die Gewährleistung der nationalen Sicherheit
- die Vertiefung der strategischen Partnerschaft mit den USA und der NATO
- die Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität
Darüber hinaus nennt das Regierungsprogramm die vollständige Nutzung der PNRR-Mittel bis August 2026 und die konsequente Fortsetzung des Beitrittsprozesses zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) als strategische Ziele.
Eugen Tomac kann auf eine langjährige politische Erfahrung und eine starke Wählerbasis zurückblicken, was ihm eine solide Grundlage für seine Arbeit als Premierminister verleihen dürfte. Es wird erwartet, dass sich seine Regierung mit den drängenden Fragen der Zukunft Rumäniens befasst.
Die Ernennung von Eugen Tomac zeigt den Willen Rumäniens, in einem sich wandelnden politischen Umfeld Stabilität und Fortschritt zu sichern.
Seine Absicht, die Zusammenarbeit mit den USA und der NATO auszubauen, unterstreicht die Notwendigkeit, sich den aktuellen Sicherheitsherausforderungen zu stellen. Die geplante Ausschöpfung europäischer Fördermittel und die Vorbereitung auf den OECD-Beitritt verdeutlichen die wirtschaftspolitische Strategie der Regierung, die auf Wachstum und eine stärkere internationale Integration abzielt.
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