Warum Ukrainer Luftalarme oft ignorieren: Psychologin nennt den Hauptgrund.
Das Phänomen des Ignorierens von Luftalarmen
Nach Angaben von Novyny.live: Die Philosophiedoktorin Olena Bortnikova, Leiterin des psychologischen Zentrums 'DiLenD', hat das Verhalten vieler Ukrainer erklärt, die bei Luftalarmen nicht in Deckung gehen. Ihrer Analyse zufolge liegt die Ursache in chronischer Erschöpfung und emotionaler Überlastung, die in der Kriegsbevölkerung weit verbreitet sind. In einem Gespräch mit der Journalistin Anna Siryk betonte Bortnikova, dass Apathie ein Vorbote für depressive Zustände sein könne. Diese psychische Belastung führt dazu, dass Warnsignale zunehmend missachtet werden.
Ein aktuelles Beispiel ereignete sich am 14. Juni, als russische Truppen das Gebiet Dnipropetrowsk angriffen. Dabei wurden unter anderem die Gemeinde Wassylkiw mit zehn Fliegerbomben beschossen. Angesichts solcher Angriffe ist es umso wichtiger, Sicherheitsregeln zu befolgen. Bortnikova erklärte, dass man nach einem Alarm Schutz suchen sollte – zumindest nach der Zwei-Wände-Regel. Sie fügte hinzu: Wenn jemand ständig denkt: 'Ich gehe nicht in den Schutzraum, wenn es trifft, dann trifft es eben', könne dies auf Anzeichen einer Depression hindeuten. In einem solchen Fall sei es ratsam, einen Facharzt aufzusuchen.
'Das Ignorieren von Luftalarmen kann ein Hinweis auf ernsthafte emotionale Probleme sein.' Olena Bortnikova
Das Missachten der Warnungen ist also nicht einfach Gleichgültigkeit, sondern kann ein Symptom tiefer liegender psychischer Schwierigkeiten sein. Es ist wichtig, solche Signale ernst zu nehmen, um rechtzeitig Hilfe zu erhalten.
Psychologische Unterstützung
Diese Situation unterstreicht die Notwendigkeit psychologischer Begleitung für Menschen, die unter dem anhaltenden Kriegsstress leiden. Angesichts der ständigen Bedrohung wird es immer entscheidender, die psychischen Folgen wie Apathie und Risikoverhalten zu verstehen. Experten raten dringend dazu, bei ersten Anzeichen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eine Verschlechterung des seelischen Zustands zu vermeiden.
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