Schwerer Angriff auf Charkiw: Drohnen und Raketen verletzen 16 Menschen, darunter Kinder.
Zweistündiger Beschuss trifft Stadtviertel
Nach Angaben von UATV: Am 26. Februar griffen russische Streitkräfte die Stadt Charkiw an. Bei dem zweistündigen Angriff auf vier Stadtbezirke kamen 18 Kampfdrohnen und zwei Raketen des Typs 'Iskander-M' zum Einsatz. 16 Menschen wurden verletzt, unter ihnen zwei Kinder. Die Region erlebt seit Kriegsbeginn regelmäßig solche Angriffe auf zivile Infrastruktur.
Nach vorläufigen Angaben wurden zudem 20 Drohnen des Typs 'Geran-2' und drei Fliegerbomben eingesetzt. Drei Einfamilienhäuser wurden vollständig zerstört, Mehrfamilienhäuser erheblich beschädigt. Insgesamt wurden 67 Wohngebäude in Mitleidenschaft gezogen, bei denen über 600 Fenster zu Bruch gingen.
Zerstörung und erste Eindrücke vor Ort
Nach dem Angriff laufen die Arbeiten zur Wiederherstellung von Stromnetzen und Gasleitungen. Einwohner schildern die Folgen. Ein Betroffener sagte:
“Wiederherstellung ist nicht möglich, alle Wände sind gebrochen, eingestürzt, es gibt keine Decken mehr”. Eine andere Bewohnerin berichtete:
“Wir sind noch nicht so stark betroffen – die Fenster sind rausgeflogen, aber auf der anderen Hausseite ist etwas in eine Wohnung im fünften Stock eingedrungen”.
Der Vorfall unterstreicht erneut die prekäre Lage in der Region, in der Zivilisten weiter unter den Kriegshandlungen leiden. Die Angriffe russischer Truppen zeigen die anhaltende Intensität des nun seit Jahren andauernden Konflikts in der Ukraine. Für die Zivilbevölkerung haben diese Attacken schwerwiegende physische und psychische Folgen, die langfristig nachwirken können. Der Wiederaufbau der Infrastruktur und von Wohnraum in den betroffenen Gebieten wird erhebliche Anstrengungen seitens des Staates und internationaler Organisationen erfordern.
Lesen Sie auch
- Drohnenangriff in Charkiw: Neun Verletzte am 28. Juli 2023
- Bei über 50 russischen Angriffen auf die Oblast Dnipropetrowsk: Ein Toter und ein Verletzter
- Fünf Tote in Pawlohrad: Sicherheitsausgaben klettern auf 23,6 Millionen Hrywnja
- Starkes Erdbeben in Japan mit einer Magnitude von 7,1: Dutzende Verletzte und Evakuierung von 150.000 Menschen
- Pawlohrad im Juli 2023: Zwei russische Angriffe fordern fünf Todesopfer und Dutzende Verletzte
- Drohne attackiert Minibus in Cherson: Drei Tote und zehn Verletzte bei russischen Angriffen an einem Tag

