Russlands Staatshaushalt: 75 Milliarden Dollar Defizit zwingt zum Goldverkauf.
Russlands Wirtschaft unter massivem Druck
Nach Angaben von UATV: Um ein massives Loch im Staatshaushalt zu stopfen, greift Russland nun auf seine Gold- und Devisenreserven zurück. Grund für das Defizit sind die internationalen Sanktionen sowie ein dramatischer Einbruch der Einnahmen aus Öl- und Gasverkäufen. Am 30. Januar 2023 berichtete Professor Alexander Savchenko, dass das Land mit dem Verkauf seiner Goldreserven begonnen habe – ein bedeutender Schritt für einen Staat, der vor dem Kriegsbeginn seine Reserven nicht angetastet hatte. Die russischen Währungsreserven bestehen heute hauptsächlich aus chinesischen Yuan und Goldbarren, wobei der Yuan-Anteil im Nationalen Wohlfahrtsfonds (NWF) nur noch minimal ist.
Russland erlöste demnach drei Milliarden Dollar aus dem Verkauf von 25 Tonnen Gold. Dennoch schrumpfte der Goldbestand im NWF seit 2022 um 71%. Diese Entwicklung spiegelt einen tiefgreifenden Wandel in der Wirtschaftspolitik wider, der durch einen prognostizierten Rückgang der Öleinnahmen um 24% im Jahr 2025 weiter beschleunigt wird. Angesichts dieser wirtschaftlichen Schwierigkeiten hat Moskau den Haushalt bereits dreimal umgeschrieben; für 2026 wird ein Bundeshaushaltsdefizit von 75 Milliarden Dollar erwartet.
„Der Verkauf von Gold ist für Russland nicht ohne Verluste möglich.“
Professor Alexander Savchenko
Professor Savchenko wies darauf hin, dass „der Handel mit den Gold- und Devisenreserven für Russland demütigend sei, es aber keine andere Wahl gebe“. Zudem übersteige die Summe für den Schuldendienst bereits die Ausgaben für Wissenschaft und Bildung. Derzeit bringe der Staat verstärkt Staatsanleihen auf den Markt, die von staatlichen Banken aufgekauft werden – ein weiteres Indiz für die angespannte Finanzlage.
Langfristige Risiken für die Stabilität
Die Situation zeigt, dass Russland mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert ist, die aus den internationalen Sanktionen und sinkenden Rohstofferlösen resultieren. Die schwindenden Goldreserven und ihr Verkauf zur Haushaltsdeckung verdeutlichen, wie begrenzt die Spielräume für die Finanzierung sozialer Programme und anderer wichtiger Ausgaben geworden sind. Dies könnte langfristig die Stabilität des Landes gefährden.
Die verringerte Abhängigkeit von traditionellen Währungen wie dem US-Dollar und dem Euro zugunsten des chinesischen Yuan deutet auf Anpassungsversuche an die neuen wirtschaftlichen Realitäten hin. Diese Verschiebung findet jedoch unter extremem wirtschaftlichem Druck statt, was die enormen Herausforderungen der gegenwärtigen Lage unterstreicht. Die Abkehr vom Westen führt zu einer noch engeren, aber auch abhängigeren Bindung an China.
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