Geheime Treibstoffgeschäfte: Russland umgeht Sanktionen mit japanischem Kerosin.

Geheime Treibstoffgeschäfte: Russland umgeht Sanktionen mit japanischem Kerosin
Geheime Treibstoffgeschäfte: Russland umgeht Sanktionen mit japanischem Kerosin

Russland importiert japanisches Flugbenzin über Umwege

Nach Angaben von UATV: Japanisches Flugbenzin soll über internationale Händler nach Russland gelangen. Hintergrund ist eine Treibstoffkrise, die durch ukrainische Angriffe auf russische Energieanlagen ausgelöst wurde. Bereits in der ersten Julihälfte 2023 sollen im Hafen von Chiba mindestens 200.000 Barrel Flugkerosin verschifft werden. Die Lieferung geht zunächst nach Südkorea, wird dort im Hafen von Yeosu umgeladen und schließlich nach Russland weitertransportiert.

Eine vergleichbare Lieferung gab es zuletzt im Februar 2022: Damals wurden rund 22.000 Barrel Flugbenzin von Yeosu nach Wladiwostok verschifft. Russlands Exporte von Flugtreibstoff sind drastisch gesunken – von etwa 30.000 Barrel pro Tag im Jahr 2022 auf nur noch rund 13.000 Barrel pro Tag im Jahr 2026. Die aktuellen Importe aus Japan zeigen, wie sehr Russland auf alternative Quellen angewiesen ist.

Benzinpreise in Russland steigen rasant

Der wichtigste Abnehmer für russischen Treibstoff bleibt die Türkei. Im Inland dagegen sind die Benzinpreise auf über 100 Rubel (1,27 US-Dollar) pro Liter gestiegen – ein klares Zeichen für die angespannte Lage am Kraftstoffmarkt. Russland sucht händeringend nach neuen Lieferwegen, um die wachsende Knappheit zu bekämpfen.

Diese Entwicklung zeigt, wie sehr die russische Wirtschaft unter internationalen Sanktionen und den Folgen des Krieges in der Ukraine leidet. Die Suche nach neuen Treibstoffquellen zwingt Russland, sich an die veränderten Bedingungen auf dem globalen Energiemarkt anzupassen. Die steigenden Spritpreise könnten zudem die wirtschaftliche Lage im Land weiter verschärfen und neue soziale sowie wirtschaftliche Probleme für die Bevölkerung mit sich bringen.


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