Trotz Zwang zur Nutzung: Russische Beamte kaufen Extra-Handys für den MAX-Messenger aus Misstrauen.

Trotz Zwang zur Nutzung: Russische Beamte kaufen Extra-Handys für den MAX-Messenger aus Misstrauen
Trotz Zwang zur Nutzung: Russische Beamte kaufen Extra-Handys für den MAX-Messenger aus Misstrauen

Wachsende Skepsis gegenüber dem Staatsmessenger MAX

Nach Angaben von TSN.ua: In Russland legen sich Regierungsbeamte und Top-Manager staatlicher Unternehmen vermehrt eigene Smartphones und SIM-Karten zu, um den nationalen Messenger MAX zu nutzen. Der Grund: Sie trauen der neuen staatlichen Plattform nicht. Viele von ihnen registrieren sich zwar mit ihren Hauptnummern bei MAX, schaffen sich aber dennoch separate Geräte für die Arbeit mit dem Dienst an – aus Sorge um die Vertraulichkeit ihrer Daten. Ein Insider mit Verbindungen zur Regierung brachte es auf den Punkt:

„Jeder denkt: Wenn du MAX auf deinem Handy installierst, ist das, als würdest du es direkt dem FSB bringen.“

Telegram-Ausfälle und Infrastrukturprobleme

Hinzu kommt, dass es in Russland jüngst großflächige Störungen bei Telegram gab. Diese Aussetzer haben vermutlich dazu beigetragen, dass Beamte nach Alternativen suchen. Gleichzeitig verhängte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiatsija Einschränkungen für Starts und Landungen an Moskauer Flughäfen – ein weiteres Zeichen für grundlegende infrastrukturelle Schwierigkeiten.

Trotz alledem wollen die wenigsten Beamten Telegram aufgeben. Eine Quelle aus einer föderalen Behörde erklärte:

„Niemand will Telegram verlassen.“

Diese Entwicklung zeigt das angespannte Verhältnis zwischen neuen staatlichen Vorgaben und etablierten Kommunikationsmitteln. Die Weigerung der Beamten, komplett auf MAX umzusteigen, deutet nicht nur auf mangelndes Vertrauen in die neue Plattform hin, sondern auch auf grundsätzliche Zweifel an ihrer Sicherheit. Wie sich die Kommunikationslandschaft in Russland weiterentwickelt, dürfte daher ein wichtiger Indikator für das Zusammenspiel von Staatsführung und technologischer Innovation bleiben.


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