Russlands „Oreschnik“ in Belarus eingetroffen: 54 Waggons mit Militärtechnik auf Fliegerhorst gesichtet.
Stationierung eines russischen Raketensystems in Belarus
Nach Angaben von UATV: Auf dem ehemaligen Militärflugplatz „Kritschew-6“ in der Oblast Mahiljou in Belarus wurde ein russisches Raketensystem vom Typ „Oreschnik“ in Stellung gebracht. Nach Angaben der Opposition erreichte kürzlich ein Militärzug den Stützpunkt, der aus 54 Flachwagen und 7 gedeckten Waggons bestand. Der Zug war vom Bahnhof Kapustin Jar in der russischen Oblast Wolgograd abgefahren. Auf den offenen Plattformen befand sich militärisches Gerät, während die geschlossenen Waggons Ausrüstung und ein separater Wagen Munition transportierten.
Bis Mitte Mai 2026 verließ das eingetroffene Kontingent das Militärobjekt nicht. Ein unbekannter Autor stellte fest: „Bislang ist dies der einzige von uns erfasste Militärzug, der direkt auf dem Gelände von Kritschew-6 eingetroffen ist. Stand Mitte Mai 2026 hat das angelieferte Kontingent das Objekt nicht verlassen, ein Rücktransport von Technik oder Material wurde nicht registriert.“
Besorgnis in der Ukraine und Bestätigung durch Lukaschenko
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bestätigte die Stationierung des „Oreschnik“-Systems in seinem Land und erklärte, die Aufstellung sei Teil der engen militärischen Zusammenarbeit zwischen Minsk und Moskau. Dieser Schritt löste in der Ukraine Unruhe aus. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits am 19. Dezember in Warschau mitgeteilt: „Wir haben die europäischen und amerikanischen Partner im Voraus über die Absichten Russlands gewarnt, dieses System in Belarus zu stationieren, und den möglichen Aktionsradius demonstriert.“
Die Verlegung des russischen Waffensystems nach Belarus ist somit ein weiterer Baustein der vertieften Militärkooperation zwischen Minsk und Moskau. Diese Entwicklung könnte weitreichende Folgen für die regionale Sicherheit haben. Sie unterstreicht die wachsende strategische Partnerschaft beider Länder im Verteidigungsbereich, die nicht nur in der Ukraine, sondern auch in den Nachbarstaaten Besorgnis auslöst – denn diese könnten durch die neuen militärischen Fähigkeiten in unmittelbarer Nähe bedroht werden.
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