Nach russischem Angriff: Wie Kiew den Stadtteil Trojeschtschyna vor einer Katastrophe bewahrt.

Nach russischem Angriff: Wie Kiew den Stadtteil Trojeschtschyna vor einer Katastrophe bewahrt
Nach russischem Angriff: Wie Kiew den Stadtteil Trojeschtschyna vor einer Katastrophe bewahrt

Kampf gegen die Kälte: Sofortmaßnahmen nach Beschuss des Heizkraftwerks

Nach Angaben von Novyny.live: Ein russischer Angriff am 24. Januar 2023 hat das Heizkraftwerk, das den Kiewer Stadtteil Trojeschtschyna mit Wärme versorgt, schwer beschädigt. Um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern, ergreift die Stadtverwaltung nun Notmaßnahmen. Mehr als 1600 Wohnhäuser in der ukrainischen Hauptstadt sind derzeit ohne Heizung. Der Angriff zeigt, wie verwundbar die zivile Infrastruktur im Krieg ist.

Maxim Bachmatow, Leiter der Bezirksverwaltung Desnja, erklärte, dass bereits am 9. Januar 2023 Anträge auf zusätzliche Generatoren und Ausrüstung gestellt wurden. Im betroffenen Gebiet sind zehn beheizte Notunterkünfte eingerichtet worden, die gleichzeitig 20.000 bis 30.000 Menschen aufnehmen können. Als weitere Reserve stehen 40 Schulen bereit, um bei Bedarf in zusätzliche Wärmestuben umgewandelt zu werden.

Mobile Heizzentralen und improvisierte Lösungen

Als Teil der Soforthilfe erhielt der Bezirk fünf von fünfzig mobilen Heizzentralen, die in der gesamten Stadt verteilt werden. Maxim Bachmatow betonte die Dringlichkeit der Lage und die notwendigen Schritte:

„Es wird eine Grube ausgehoben, abgedeckt, mit einem Loch oben – das war‘s. Wir werden Toiletten bauen, wie auf dem Dorf.“ — Maxim Bachmatow

Er verwies auch auf den engen Zeitrahmen: „Wenn kein Wasser da ist, fangen wir an zu graben. Für solche Schritte hat man normalerweise ein, zwei Tage.“ Die Stadtverwaltung setzt somit ein Bündel an Maßnahmen um, um die Bewohner Trojeschtschynas mit Wärme zu versorgen und eine humanitäre Krise abzuwenden. Diese schnelle Reaktion mit der Organisation von Wärmestuben und mobilen Heizanlagen ist in der aktuellen Notsituation von entscheidender Bedeutung für die Bevölkerung. Der Vorfall unterstreicht, wie dringend die Energieinfrastruktur geschützt und die Widerstandsfähigkeit in Kriegszeiten erhöht werden muss.


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