Ukrainischer Geheimdienst entlarvt russischen Tanker mit gefälschter Flagge – 140.000 Tonnen Öl auf dem Weg nach China.
Tanker 'PAZ' unter falscher Flagge und mit gefälschten Papieren unterwegs
Nach Angaben von UATV: Der Auslandsgeheimdienst der Ukraine hat aufgedeckt, dass der Tanker 'PAZ' unter einer vorgetäuschten Flagge und mit einem unrechtmäßigen Versicherungszertifikat operiert. Das Schiff, das von den USA, der EU, Großbritannien und der Ukraine mit Sanktionen belegt ist, verließ am 9. März 2026 den Hafen von Murmansk. Ziel der Reise ist die Lieferung von 140.000 Tonnen russischen Rohöls nach China. Als Exporteur des Öls fungiert die russische Aktiengesellschaft Gazpromneft.
In den Jahren 2023 bis 2025 absolvierte die 'PAZ' bereits fünf Fahrten mit russischem Öl nach Indien und China sowie vier Fahrten mit venezolanischem Öl nach China. Seit März 2025 führt der Tanker die gefälschte Flagge von Curaçao, dessen Schiffsregister ebenfalls auf der EU-Sanktionsliste steht. Das Schiff gibt vor, über ein Versicherungszertifikat der deutschen Firma 'Seaguard P&I' zu verfügen. In den deutschen Registern existiert jedoch kein Eintrag zu dieser Gesellschaft.
Gefahren für die internationale Schifffahrt
Die norwegische Finanzaufsichtsbehörde hatte bereits im März 2025 die Geschäftstätigkeit der Firma 'Romarine AS' eingestellt. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst stellte dazu fest:
Das Schiff 'PAZ' (das unter den Sanktionen der USA, der EU, Großbritanniens und der Ukraine steht) verließ den Hafen von Murmansk mit dem Ziel, 140.000 Tonnen russisches Öl nach China zu liefern.
Weiterhin betonten die Geheimdienstmitarbeiter, dass 'die Verwendung gefälschter Dokumente ein Beleg für die systematische Verletzung internationaler Seeverkehrsregeln durch Schiffe der russischen Schattenflotte ist'.
Dieser Fall verdeutlicht die wachsenden Risiken für die internationale Seefahrt, insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung von Sanktionsregimen und die Sicherheit auf den Handelsrouten. Der Einsatz von gefälschten Papieren und Schiffen unter irreführenden Flaggen wird immer häufiger. Dies gefährdet nicht nur die wirtschaftlichen Interessen der sanktionierenden Staaten, sondern auch die allgemeine Sicherheit des Seeverkehrs. Die Notwendigkeit einer verstärkten internationalen Überwachung und Zusammenarbeit zur Bekämpfung solcher Praktiken wird dadurch unterstrichen.
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