EU-Gipfel in Brüssel: 90 Milliarden Euro für die Ukraine und ein weiteres Sanktionspaket.
Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel
Nach Angaben von UATV: In der belgischen Hauptstadt hat ein zweitägiger Gipfel der Europäischen Union begonnen, bei dem die Unterstützung der Ukraine im Mittelpunkt steht. Die Staats- und Regierungschefs beraten über die Vergabe eines Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro, der sowohl der ukrainischen Wirtschaft als auch den Streitkräften zugutekommen soll. Allerdings blockiert Ungarn diese Entscheidung mit dem Verweis auf eigene Energieinteressen, insbesondere den Bezug von russischem Öl.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán erklärte: 'Ungarns Position ist denkbar einfach. Wir sind bereit, die Ukraine zu unterstützen, sobald wir Zugang zu unserem Öl erhalten.'
Beratungen über weitere Sanktionen gegen Russland
Ein weiterer Tagesordnungspunkt ist das 20. Sanktionspaket gegen Russland. Der litauische Präsident Gitanas Nausėda betonte die Dringlichkeit, dieses Paket zu verabschieden, und sagte:
'Ich gehe davon aus, dass Russland nicht bereit ist, auf dieses Abkommen einzugehen...'Der niederländische Premierminister Rob Jetten unterstrich die Bedeutung des Kredits für die Ukraine: 'Es ist offensichtlich, dass die Ukraine unsere umfassende Unterstützung braucht, um diesen Kampf gegen die russische Aggression zu gewinnen. Der Kredit ist von größter Bedeutung.'
Der belgische Regierungschef Bart De Wever forderte, den Druck auf Russland zu erhöhen, und meinte: 'Es ist ganz einfach. Dies ist eine politische Entscheidung, also muss sie umgesetzt werden.' Während des Gipfels wurde zudem bekannt, dass die Ukraine am 17. März ihre Bereitschaft erklärt hat, EU-Hilfe zur Wiederherstellung der Pipeline 'Druschba' anzunehmen. Trotz dieser Fortschritte blockiert Viktor Orbán weiterhin die Kreditentscheidung, was bei anderen europäischen Führungskräften, darunter dem finnischen Ministerpräsidenten Petteri Orpo, auf scharfe Kritik stößt.
Der Brüsseler Gipfel verdeutlicht die Spannungen und Meinungsverschiedenheiten innerhalb der EU in Bezug auf die Ukraine-Hilfe, was die Geschwindigkeit und Wirksamkeit der Unterstützung beeinträchtigen könnte. Die Blockadehaltung Ungarns zeigt, wie nationale Eigeninteressen die Einheit der EU in sicherheitspolitischen Schlüsselfragen gefährden können. Dies wirft auch Fragen zur Fähigkeit der Europäischen Union auf, angesichts globaler Herausforderungen wie der russischen Aggression geschlossen zu handeln.
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