SBU hat den Hafen Primorsk angegriffen: Russland verliert täglich 41 Millionen Dollar durch die Unterbrechung des Ölexports.
Nach Angaben von inkorr.com: Am 12. September führte der Sicherheitsdienst der Ukraine einen groß angelegten Drohnenangriff auf den russischen Hafen Primorsk in der Leningrad-Region durch, der der größte Ölhafen Russlands an der Ostsee ist. Durch den Schlag wurden zwei Tanker, Kusto und Cai Yun, die zur sogenannten 'Schattenflotte' gehören und unter der Flagge der Seychellen registriert sind, beschädigt.
Nach Angaben des SBU brachen im Hafen Brände auf einem der Schiffe und an der Pumpstation aus, was zu einer vollständigen Unterbrechung der Ölaufladung führte. Der ukrainische Geheimdienst stellte fest, dass die täglichen Verluste des russischen Haushalts durch die Aussetzung der Exporte etwa 41 Millionen Dollar betragen könnten. Experten schätzen das gesamte Handelsvolumen von Primorsk auf etwa 100 Millionen Dollar pro Tag, sodass selbst eine kurzfristige Unterbrechung der Portaktivitäten erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten für Moskau mit sich bringt.
Versuch der ukrainischen Seite, die Wirtschaft Russlands zu schädigen
Primorsk spielt eine wichtige Rolle für die 'Schattenflotte', mit der Russland internationale Sanktionen umgeht und Öl auf den Weltmärkten verkauft. Jährlich werden durch diesen Hafen etwa 60 Millionen Tonnen Öl transportiert, was dem Kreml ungefähr 15 Milliarden Dollar Einnahmen sichert.
Laut Informationen von Reuters ist der Export russischen Öls bereits eingeschränkt — der Hafen Ust-Luga arbeitet nach einem vorherigen Drohnenangriff im August nur mit halbierten Kapazitäten. Dennoch hat Moskau den Exportplan für Rohöl aus westlichen Häfen im September auf 2,1 Millionen Barrel pro Tag angehoben, was 11% mehr als ursprünglich geplant ist.
Das Ereignis im russischen Hafen Primorsk zeugt von den erheblichen Anstrengungen der Ukraine, der russischen Wirtschaft Schaden zuzufügen, indem sie Schlüsselobjekte angreift, die dem Land erhebliche Einnahmen bringen. Der Verlust der Kontrolle über die 'Schattenflotte' könnte ernsthafte Folgen für die Wirtschaft Russlands haben, indem sie gezwungen wird, alternative Wege zum Export von Öl und Gas zu suchen.
Der Angriff auf den Hafen Primorsk und die Bestätigung erheblicher wirtschaftlicher Verluste zeigen, dass die Ukraine ihren strategischen Kampf gegen die russische Aggression fortsetzt, wobei der Schwerpunkt auf der Schwächung der wirtschaftlichen Basis des Gegners liegt. Dies unterstreicht erneut die Bedeutung maritimer Routen im internationalen Handel sowie den Einfluss äußerer Ereignisse auf die internationalen Wirtschaftsbeziehungen und die Sicherheit.
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