Ukrainischer Soldat soll in Gefangenschaft Landsleute gequält haben – bis zu acht Jahre Haft drohen.
Eigener Soldat soll nach Gefangennahme mit dem Feind kollaboriert haben
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Sicherheitsdienst der Ukraine hat einen Militärangehörigen identifiziert, der im Juni 2022 in Gefangenschaft geriet. In der Folge arbeitete er mit dem Gegner zusammen und verübte Gewalt gegen andere ukrainische Kriegsgefangene. Die Besatzer ernannten ihn zum 'Verwalter' des zweiten Stocks von Baracke Nummer 8 in der 'Kaliningrader Strafkolonie Nr. 27' in Horliwka. Zu seinen Aufgaben gehörten psychologischer Druck auf die Gefangenen, Gewaltandrohungen und die Anordnung von körperlichen Zwangsübungen.
Folgen der Taten des Soldaten
Durch sein Handeln kam ein Gefangener ums Leben, Dutzende weitere erlitten körperliche Verletzungen. Im März 2025 wurde der Beschuldigte im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen. Während der Ermittlungen von SBU, DBR und der Generalstaatsanwaltschaft wurden Zeugenaussagen gesammelt, die die Gewaltakte bestätigten. Zudem wurde bei einer Durchsuchung ein Smartphone mit Beweisen für seine Straftaten sichergestellt.
Dem Soldaten wird ein Verstoß gegen Teil 2 von Artikel 431 des ukrainischen Strafgesetzbuches vorgeworfen. Als Untersuchungshaftmaßnahme wurde Haft angeordnet, die Höchststrafe beträgt acht Jahre Freiheitsentzug. Parallel dazu wurde eine Agentin der Russischen Föderation aus der Region Odessa festgenommen, die feindliche Angriffe auf Kiew koordinierte.
Dieser Fall verdeutlicht, wie wichtig die Aufklärung von Kriegsverbrechen und die strafrechtliche Verfolgung von Kollaborateuren sind. Die Aufdeckung solcher Taten hilft nicht nur, Gerechtigkeit für die Opfer herzustellen, sondern sendet auch ein klares Signal, dass Rechtsstaatlichkeit unter allen Umständen durchgesetzt wird. Angesichts des anhaltenden Konflikts in der Ukraine können derartige Festnahmen zudem die Moral von Militärangehörigen und Zivilisten stärken, die Gewalt und Repressionen erlebt haben.
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