Freiwilliger Militärdienst: Igor Kondratyuks Sohn kämpft nach Ausbildung in Großbritannien für die Ukraine.

Freiwilliger Militärdienst: Igor Kondratyuks Sohn kämpft nach Ausbildung in Großbritannien für die Ukraine
Freiwilliger Militärdienst: Igor Kondratyuks Sohn kämpft nach Ausbildung in Großbritannien für die Ukraine

Sergej Kondratjuk im Dienst der ukrainischen Streitkräfte

Nach Angaben von TSN.ua: Igor Kondratjuk gewährt Einblicke in den Werdegang seines Sohnes Sergej, der sich 2023 aus freien Stücken den ukrainischen Streitkräften anschloss. Der junge Mann, der eine Sehstärke von minus sechs Dioptrien hat, war ursprünglich für einen Einsatz in einer Mörsereinheit bei Kupjansk vorgesehen. Seine militärische Ausbildung absolvierte er in Großbritannien, wo er sich mit den Standards der Sturmtruppen vertraut machte. Aktuell dient Sergej in der 46. Luftsturmbrigade.

Für die Familie kam die Entscheidung des Sohnes überraschend, wie Igor Kondratjuk betont.

„Er dient und nörgelt. Dabei ist er überhaupt kein Militärtyp. 2023 ging er als Freiwilliger. Das kam für uns völlig unerwartet. Er sagte seiner Mutter, sie solle nicht verraten, dass er zum Wehrdienstamt gegangen war und sich zum Dienst entschlossen hatte“
, berichtete Kondratjuk. Zudem äußerte er die Vermutung, dass Sergej vorerst nicht nach Hause zurückkehren werde:
„Ich denke, er wird so bald nicht zu Hause sein“
.

Differenzen mit Vitalij Koslowskyj

Darüber hinaus äußerte sich Igor Kondratjuk zu einem Konflikt mit Vitalij Koslowskyj. Er erklärte, die Äußerungen Koslowskyjs längst vergessen zu haben und der Angelegenheit keine Beachtung zu schenken:

„Ob ich Koslowskyj vergeben habe? Ich habe ihn vergessen. Ist das eine Entschuldigung oder nicht? Es ist mir gleichgültig, ob es Koslowskyj gibt oder nicht“
.

Sergej Kondratjuks Einsatz in der ukrainischen Armee und seine militärische Schulung in Großbritannien verdeutlichen, welchen Stellenwert junge Freiwillige in der heutigen Streitmacht haben. Gleichzeitig zeigt sich, wie sehr die Familie in dieser schwierigen Zeit persönlich betroffen ist. Seine Entscheidung für den Wehrdienst könnte einen allgemeinen Trend unter der ukrainischen Jugend widerspiegeln, die sich aktiv an der Landesverteidigung beteiligt – ein Zeichen für ausgeprägten Patriotismus und Opferbereitschaft im Krieg. Der Zwist zwischen Igor Kondratjuk und Vitalij Koslowskyj macht zudem deutlich, wie sich persönliche und berufliche Beziehungen in Krisenzeiten verändern können, wenn Sicherheitsfragen und das Überleben in den Vordergrund rücken.


Lesen Sie auch

Werbung