Quelle des Sonnenmagnetfelds entdeckt: Forscher lokalisieren das solare Dynamo in 200.000 Kilometern Tiefe.

Quelle des Sonnenmagnetfelds entdeckt: Forscher lokalisieren das solare Dynamo in 200.000 Kilometern Tiefe
Quelle des Sonnenmagnetfelds entdeckt: Forscher lokalisieren das solare Dynamo in 200.000 Kilometern Tiefe

Ursprung des Magnetfelds der Sonne entschlüsselt

Nach Angaben von TSN.ua: Einem internationalen Forschungsteam ist ein bedeutender Durchbruch gelungen: Sie haben den Ursprung des Magnetfelds der Sonne identifiziert. Es entsteht in einer Übergangszone, die als Tachocline bekannt ist, und liegt rund 200.000 Kilometer unterhalb der sichtbaren Oberfläche. Diese Erkenntnis ist grundlegend, um besser zu verstehen, wie Sonneneruptionen und magnetische Stürme entstehen – Phänomene, die das Weltraumwetter maßgeblich beeinflussen.

Methodik und zentrale Erkenntnisse

Die Wissenschaftler nutzten für ihre Arbeit Daten des Doppler-Instruments an Bord der NASA-ESA-Raumsonde SOHO sowie des globalen Oszillationsnetzwerks GONG. Diese Messsysteme zeichnen in Abständen von 45 bis 60 Sekunden Veränderungen von Wellen auf, die durch das Sonneninnere wandern. Die Analyse ergab, dass das magnetische Dynamo genau in dieser Tiefe von etwa 200.000 Kilometern aktiv ist. Die Tachocline selbst stellt die Grenzschicht zwischen der inneren Strahlungszone und der äußeren Konvektionszone der Sonne dar.

Im Zuge der Untersuchungen registrierten die Forscher rotierende Plasmaströme, die ein charakteristisches, schmetterlingsartiges Muster bilden. Dieses Muster spiegelt die Wanderung der Sonnenflecken über den 11-jährigen Aktivitätszyklus wider. Sonnenflecken sind sichtbare Anzeichen von Magnetfeldern, die an die Oberfläche treten. Ein wichtiger Aspekt der Studie ist, dass die in den tiefen Schichten entstandenen Strukturen mehrere Jahre benötigen, um bis zur Oberfläche aufzusteigen. Die Ergebnisse sind entscheidend für die Vorhersage des Weltraumwetters, was wiederum für Bereiche wie Satellitentechnologie und die Elektronik auf der Erde von großer Relevanz ist.

Diese Entdeckung hat das Potenzial, unser Verständnis der Sonnenaktivität und ihrer Auswirkungen auf die Erde grundlegend zu verändern. Sie unterstreicht die Notwendigkeit kontinuierlicher Forschung im Bereich des Weltraumwetters, da Sonneneruptionen und Magnetstürme den Betrieb von Satelliten, Kommunikationssystemen und Stromnetzen stören können. Ein tieferes Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen könnte helfen, wirksamere Schutzstrategien für technische Infrastrukturen gegen die negativen Folgen der Sonnenaktivität zu entwickeln.


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