Friedliche Verhandlungen am Rande des Durchbruchs: Was diskutieren Ukraine und die USA wirklich?.
Nach Angaben von ТСН: Die Verhandlungen über das Ende des Krieges in der Ukraine erreichen einen kritischen Punkt, doch der "Point of No Return" ist noch nicht überschritten. Derzeit liegt die Initiative bei den Vereinigten Staaten, die den Druck auf Kiew erhöhen, während Russland versucht, Zeit zu gewinnen, um seine Militärziele zu erreichen.
Politikwissenschaftler Vitalij Kulik merkt an, dass die amerikanische Seite ihren Ansatz im Dialog mit der Ukraine geändert hat. Statt früherer Kommunikationen über Vertraute von Donald Trump sind nun offizielle Institutionen in den Prozess involviert.
„Es entsteht der Eindruck, dass die Amerikaner die Ukraine unter Druck setzen, während das Ziel von Selenskyj darin besteht, zu manövrieren und nicht in die Falle von Trump oder Putin zu tappen“,
— betonte der Experte. Er hob hervor, dass die Einbeziehung so bekannter Politiker wie Marco Rubio auf die ernsthaften Absichten der USA hindeutet, ein Ergebnis zu erzielen. Jetzt liegt der Ball bei Washington: Entweder gelingt es ihnen, die Parteien zu einem Vertrag zu drängen, oder die Welt wird Zeuge einer weiteren Runde ergebnisloser Verhandlungen.
Warum Russland zögert
Trotz der offiziellen Rhetorik des Kremls ist Moskau an Verhandlungen interessiert und beteiligt sich an diplomatischen Bemühungen. Dennoch eilen die Russen nicht, die Dokumente „hier und jetzt“ zu unterzeichnen.
„Eine der Versionen besagt, dass die Russen glauben, noch nicht das Maximum auf dem Schlachtfeld erreicht zu haben, daher können sie bis Februar oder hypothetisch bis April warten“,
— erklärte er. Der Kreml strebt nach einem komplizierten „mehrstufigen Abkommen“, bei dem Vereinbarungen nicht nur mit der Ukraine, sondern auch separat mit den USA und Europa geschlossen werden. Erst nachdem globale Fragen geklärt sind, wird Moskau bereit sein, den Vertrag mit Kiew zu signieren.
Kulik merkte an, dass alle Insider, die in westlichen Medien erscheinen, Teil der Verhandlungstaktik sind.
„Der geheime Teil der Verhandlungen bleibt nicht lange geheim. Alle Parteien versuchen, diese Insidermeldungen zu nutzen, um eine Falle für den anderen zu stellen“,
— fügte der Analyst hinzu. Zum heutigen Zeitpunkt liegen spezifische Karten auf dem Verhandlungstisch, die Fragen der Sicherheitsgarantien, Möglichkeiten von territorialen Zugeständnissen sowie innenpolitische Themen – Wahlen und Referenden – betreffen.
Wie man den Frieden den Ukrainern „verkaufen“ möchte
Die Hauptfrage bleibt die Legitimierung eines möglichen Abkommens in der Ukraine. Der Experte ist der Meinung, dass die Werchowna Rada genügend Stimmen hat, dies jedoch davon abhängt, wie die Vereinbarungen der Öffentlichkeit präsentiert werden.
„Wenn dies als Frieden, als Garantien verpackt wird, als ‚wir geben nichts auf‘, ‚wir werden alles später diplomatisch zurückholen‘, dann hat die Werchowna Rada jetzt die erforderliche Anzahl an Stimmen“,
— prognostiziert Kulik. Dies wird auch eine Umstrukturierung der Regierung und die Berücksichtigung der politischen Interessen der Abgeordneten erfordern. Was die Gesellschaft betrifft, die Ukrainer sind nicht bereit zur Kapitulation, könnten aber bereit sein, auf fein ausformulierte Kompromisse einzugehen.
„Wenn die Frage in ein Referendum gestellt wird: 'Unterstützen Sie die Idee der Schaffung einer freien wirtschaftlichen demilitarisierten Zone im Donbass?', wird der Prozentsatz derjenigen, die zu einem solchen Kompromiss aus Gewissensgründen bereit sind, höher sein“,
— schloss der Politologe.
Es wird auch berichtet, dass Trump während des Dialogs mit dem ukrainischen Kollegen von einer signifikanten Annäherung an den Kriegsabschluss sprach und die Finalisierung der Vereinbarungen auf 95% schätzte. Der amerikanische Präsident bestätigte, dass er umfassende Konsultationen mit wichtigen Verbündeten in Europa durchgeführt und mit Putin gesprochen hat.
Vor dem Hintergrund der aktiv stattfindenden Verhandlungen bleibt die Rolle der Ukraine in diesem Prozess wichtig. Die Position Kiews beeinflusst nicht nur das Binnenpolitische Umfeld, sondern auch die große internationale Dynamik, da die Stabilität in der Region von den Ergebnissen der Verhandlungen abhängt. Beobachter sind der Meinung, dass jede Vereinbarung nicht nur von Politikern, sondern auch von breiten Bevölkerungsschichten genehmigt werden muss, was die Situation weiter kompliziert.
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