Ab 2026: Deutlich höhere Bußgelder bei Verstößen gegen das Arbeitsrecht.

Ab 2026: Deutlich höhere Bußgelder bei Verstößen gegen das Arbeitsrecht
Ab 2026: Deutlich höhere Bußgelder bei Verstößen gegen das Arbeitsrecht

Arbeitgeber müssen ab 2026 deutlich tiefer in die Tasche greifen

Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine steigen die Geldbußen für Verstöße gegen das Arbeitsrecht erheblich. Grundlage für die neuen Strafen ist der erhöhte Mindestlohn, der ab dem 1. Januar 2026 bei 8.647 UAH liegt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Schutz der Arbeitnehmerrechte zu verstärken und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben für Unternehmen verbindlicher zu machen.

Die neuen Sanktionen im Detail

Die neuen Bußgelder orientieren sich an der Höhe des Mindestlohns (MZP) und sehen folgende Strafen vor:

  • Beschäftigung ohne ordnungsgemäße Anmeldung: 10 MZP (86.470 UAH pro Arbeitnehmer).
  • Wiederholter Verstoß innerhalb von zwei Jahren: Die Strafe steigt auf 30 MZP (259.410 UAH).
  • Verspätete Lohnzahlung um einen Monat oder mehr: 3 MZP (25.941 UAH).
  • Verstoß gegen staatliche Mindestgarantien zur Entlohnung: 2 MZP (17.294 UAH).
  • Nichteinhaltung von Garantien für mobilisierte Arbeitnehmer: 4 MZP (34.588 UAH).
  • Behinderung von Inspektoren des Staatlichen Arbeitsdienstes: 3 bis 16 MZP (25.941 UAH bis 138.352 UAH).
  • Fehlerhafte Zeiterfassung: 3 MZP (25.941 UAH).
  • Sonstige Verstöße gegen das Arbeitsrecht: 1 MZP (8.647 UAH pro Fall).

Die Staatliche Arbeitsdienstbehörde ist gemäß Artikel 265 des ukrainischen Arbeitsgesetzbuches befugt, diese Sanktionen zu verhängen. Unternehmen haben die Möglichkeit, die finanzielle Belastung zu mindern: Bei Zahlung der Hälfte des Bußgeldes innerhalb von 10 Bankarbeitstagen reduziert sich die Strafe um 50%. Diese Regelung soll eine schnelle Bereinigung von Verstößen fördern.

Die ab dem 1. Januar 2026 geltenden, deutlich erhöhten Bußgelder sollen die Einhaltung des Arbeitsrechts in der Ukraine wirksamer durchsetzen und den Schutz der Arbeitnehmer spürbar verbessern.

Die Verschärfung der Strafen ist Teil einer umfassenderen staatlichen Strategie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Die Reform zielt darauf ab, die Compliance der Arbeitgeber zu erhöhen und die finanzielle Sicherheit der Beschäftigten, insbesondere von mobilisierten Personen, zu stärken. Langfristig soll so auch die Verantwortung der Unternehmen für die Einhaltung von Arbeitsnormen gestärkt werden. Diese Entwicklung ist auch für deutsche Unternehmen mit Aktivitäten in der Ukraine relevant.


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