Fünf Jahre Haft für ukrainischen Soldaten wegen Fahnenflucht.

Fünf Jahre Haft für ukrainischen Soldaten wegen Fahnenflucht
Fünf Jahre Haft für ukrainischen Soldaten wegen Fahnenflucht

Urteil gegen Mobilisierten in Saporischschja

Nach Angaben von TSN.ua: Ein ukrainischer Soldat ist vom Schewtschenko-Bezirksgericht in Saporischschja zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Mann, der im Rahmen der Mobilmachung eingezogen und als Richtschütze in einem Luftsturmbataillon eingesetzt worden war, hatte Ende 2023 eigenmächtig seinen Dienstposten verlassen. Die Verhandlung fand in der ostukrainischen Stadt Saporischschja statt.

Die Grundlage für das Strafverfahren bildete sein Verschwinden am 24. Dezember 2023. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Soldat die Absicht hatte, nicht mehr zu seiner Einheit zurückzukehren, und verurteilte ihn nach Artikel 408, Absatz 4 des ukrainischen Strafgesetzbuches wegen Fahnenflucht. Diese Vorschrift definiert Desertion als den vorsätzlichen und endgültigen Entschluss, nicht mehr in die Streitkräfte zurückzukehren. Während der Ermittlungen gab der Soldat zu Protokoll:

„Ich hatte Angst um mein Leben und meine Gesundheit.“
Solche Fälle zeigen den enormen Druck, unter dem Mobilisierte im Krieg stehen.

Festnahme und Rechtsfolgen

Der Soldat wurde erst am 4. Juni 2025 festgenommen. Das Gericht verhängte daraufhin die Höchststrafe von fünf Jahren Freiheitsentzug. Fahnenflucht gilt in der Ukraine als besonders schweres Vergehen, das mit langen Haftstrafen geahndet wird. Bei der Urteilsfindung zog das Gericht sowohl die Umstände des Falls als auch die Aussage des Angeklagten in Betracht.

Dieses Urteil unterstreicht den harten juristischen Kurs der Ukraine gegenüber Dienstverweigerung in Kriegszeiten. Solche Verfahren sollen auch eine abschreckende Wirkung entfalten und die Disziplin in den Streitkräften aufrechterhalten, was für die Landesverteidigung als existenziell angesehen wird.


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