Ex-Odessaer Bürgermeister Truchanow nicht mehr unter Hausarrest.

Ex-Odessaer Bürgermeister Truchanow nicht mehr unter Hausarrest
Ex-Odessaer Bürgermeister Truchanow nicht mehr unter Hausarrest

Gericht lockert Sicherungsmaßnahme für Gennadij Truchanow

Nach Angaben von TSN.ua: Der Pečersker Bezirksgericht in Kiew hat am 21. Januar die Sicherungsmaßnahme für den ehemaligen Bürgermeister von Odessa, Gennadij Truchanow, geändert. Anstelle des Hausarrests wurde ihm nun eine persönliche Verpflichtung auferlegt. Truchanow zählt zu insgesamt neun Beschuldigten in einem Verfahren wegen Amtspflichtverletzung, die zum Tod von neun Menschen während eines Unwetters am 30. September führte. Die Anklage wirft ihm vor, unter anderem die Funktionsfähigkeit technischer Versorgungsnetze nicht gewährleistet zu haben.

Gemäß dem Gerichtsbeschluss ist Truchanow nicht länger unter Hausarrest gestellt, und die elektronische Fußfessel wurde entfernt. Den Beschuldigten in diesem Verfahren drohen bis zu acht Jahre Haft. Der Fall steht exemplarisch für die anhaltende Diskussion über die Verantwortung von Amtsträgern in der Ukraine.

Gennadij Truchanow erklärte, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien unbegründet.

Sein Anwalt Oleksandr Lysak wertete die Aufhebung des Hausarrests als einen bedeutenden Schritt im weiteren Verfahrensverlauf.

Bedeutung des Urteils für die Öffentlichkeit

Die Gerichtsentscheidung dürfte die öffentliche Wahrnehmung des Falls und seinen weiteren Verlauf maßgeblich beeinflussen. Die Frage der Amtsverantwortung und der Konsequenzen bei Pflichtverletzungen durch lokale Beamte bleibt in der Ukraine hochaktuell. Der Fall Truchanow könnte zudem die Debatte über notwendige Reformen in der Aufsicht über kommunale Pflichten, besonders in Notsituationen, neu entfachen.


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