Ölmarkt 2025/26: Welche Regionen dominieren und welche Gefahren drohen.
Die globale Ölförderung im Jahr 2025
Nach Angaben von TSN.ua: Die weltweite Tagesförderung von Rohöl belief sich im Jahr 2025 auf rund 106,3 Millionen Barrel. Ein Blick auf die Verteilung zeigt die klare Dominanz zweier Regionen: Zusammen waren Nordamerika und der Nahe Osten für 60 Prozent der gesamten Produktion verantwortlich. Nordamerika, mit einer Förderung von 31,8 Millionen Barrel pro Tag, stellte 29,9 Prozent des globalen Angebots. Der Nahe Osten folgte dicht dahinter und brachte es auf 31 Millionen Barrel täglich, was einem Anteil von 29,1 Prozent am Weltmarkt entspricht. Europa trug mit einer täglichen Förderung von 4 Millionen Barrel lediglich 3,7 Prozent zur Gesamtmenge bei. Diese Konzentration macht den Weltmarkt anfällig für Störungen in diesen Schlüsselregionen.
Eine kritische Schlagader fällt aus: Die Straße von Hormus
Eine der wichtigsten Routen für den Öltransport ist die Straße von Hormus, durch die etwa 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls fließen. Infolge von Kampfhandlungen Ende Februar 2026 wurde diese Wasserstraße jedoch für die Schifffahrt faktisch geschlossen. Diese Blockade hat bereits zu spürbaren Fördereinbrüchen in mehreren Ländern der Region geführt, darunter:
- Irak
- Kuwait
- Vereinigte Arabische Emirate
- Saudi-Arabien
Als direkte Konsequenz dieser Entwicklung werden für das Jahr 2026 erhebliche Preisschwankungen am Ölmarkt erwartet. Analysten prognostizieren für das zweite Quartal 2026 einen durchschnittlichen Preis von 91 US-Dollar pro Barrel für die Nordseesorte Brent. Solche Preissprünge können die Weltwirtschaft erheblich belasten, insbesondere Länder, die auf Ölimporte angewiesen sind. Die Abhängigkeit von wenigen Förderregionen und engen Transitwegen wird hier schmerzhaft sichtbar.
Die aktuelle Krise unterstreicht, wie fragil die globale Energieversorgungskette ist. Preisschocks am Ölmarkt wirken sich nicht nur auf die Verbraucher aus, sondern können ganze Volkswirtschaften ins Wanken bringen und geopolitische Spannungen verschärfen. Die weitere Entwicklung an der Straße von Hormus wird daher weltweit mit größter Aufmerksamkeit verfolgt werden, da sie unmittelbare Auswirkungen auf die Energiesicherheit haben wird.
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