Bewährungsstrafen für Webmodels in Ternopil: Gericht verurteilt Frauen wegen Pornografie.
Prozess gegen Webmodels in Ternopil
Nach Angaben von TSN.ua: In Ternopil sind drei Webmodels zu Bewährungsstrafen verurteilt worden, weil sie pornografisches Material verbreitet haben. Die Frauen erhielten Haftzeiten zwischen einem und 1,6 Jahren und müssen nun als Kronzeuginnen gegen die Hintermänner aussagen. Im Herbst 2024 hatten sich die Angeklagten mit den Organisatoren eines Studios zusammengetan, das illegale Aktivitäten betrieb.
Zu den Verurteilten zählen:
- eine Studentin der Nationalen Pädagogischen Universität W. Hnatjuk in Ternopil, gebürtig aus Berdjansk, die zwei minderjährige Kinder großzieht,
- eine Bewohnerin von Ternopil, ebenfalls ledig und Mutter zweier kleiner Kinder.
Die Anklage lautete auf Verbreitung pornografischer Inhalte und Zurschaustellung von Geschlechtsteilen. Während ihrer Tätigkeit verdienten die Frauen pro Privatchat-Sitzung zwischen 900 und 2500 Griwna.
Zusätzlich zu den Haftstrafen wurde den Frauen für zwei Jahre verboten, Informations- und Telekommunikationssysteme zu nutzen. Zwei der Frauen wurden zu einem Jahr verurteilt, eine zu 1,6 Jahren. Der Fall hat in der Öffentlichkeit für große Aufregung gesorgt und die Probleme rund um die Arbeit von Webmodels in der Ukraine deutlich gemacht.
Gesellschaftliche Aspekte des Falls
Dieser Fall zeigt, dass die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden illegale Aktivitäten im Bereich intimer Dienstleistungen zunehmend ins Visier nehmen. Die Verurteilung der Webmodels könnte ein Signal an andere Marktteilnehmer sein, dass Gesetzesverstöße nicht folgenlos bleiben. Zugleich wirft der Fall Fragen zur sozialen Unterstützung von Frauen auf, die sich in solchen Situationen wiederfinden – viele von ihnen sind aufgrund finanzieller Schwierigkeiten gezwungen, nach zusätzlichen Einkommensquellen zu suchen.
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