Benzin- und Dieselknappheit in Mariupol: lange Schlangen und Schwarzmarkt für 300 Rubel pro Liter.

Benzin- und Dieselknappheit in Mariupol: lange Schlangen und Schwarzmarkt für 300 Rubel pro Liter
Benzin- und Dieselknappheit in Mariupol: lange Schlangen und Schwarzmarkt für 300 Rubel pro Liter

Kraftstoffmangel in Mariupol

Nach Angaben von Novyny.live: In Mariupol verschärft sich die Lage bei Treibstoff zunehmend. Besonders betroffen sind die Sorten A-95, A-100 und Diesel. An den Tankstellen bilden sich lange Schlangen, und die Versorgung mit Waren sowie Medikamenten wird durch die Knappheit erheblich erschwert.

Wie Wadim Pikus betont: 'In Mariupol gibt es ernsthafte Probleme mit dem Treibstoff'.

Viele Tankstellen in der Stadt führen kein Benzin mehr, was zu Warteschlangen und Spannungen unter den Anwohnern führt. Erst kürzlich traf eine Lieferung Treibstoff in Mariupol ein – doch innerhalb von nur zwei Stunden war alles verkauft.

Versorgungsengpässe

Das Problem beschränkt sich nicht allein auf Mariupol; auch in Melitopol treten ähnliche Schwierigkeiten auf. In der Folge hat sich ein Schwarzmarkt entwickelt: Russische Soldaten verkaufen Benzin, das dann an die lokale Bevölkerung für umgerechnet 300 Rubel pro Liter weitergegeben wird.

Wadim Pikus erklärt: 'Sie haben angefangen, dieses Benzin von russischen Militärangehörigen aufzukaufen und es dann den Leuten für 300 Rubel pro Liter zu verkaufen'.

Zudem ist die Urlaubssaison in der Stadt durch die Treibstoffkrise praktisch zum Erliegen gekommen. Es ist wichtig zu erwähnen, dass während der Belagerung von Mariupol zwischen 20.000 und 100.000 Zivilisten ums Leben kamen und die Verteidigung der Stadt 86 Tage andauerte. Trotz dieser schwierigen Umstände setzen die ukrainischen Verteidigungskräfte ihre Angriffe auf militärische Ziele der Russischen Föderation in Mariupol fort.

Die Treibstoffversorgung in Mariupol bleibt somit kritisch, was den Alltag der Bewohner und die allgemeine Sicherheit in der Region stark belastet. Die Knappheit hat weitreichende Folgen, die über die unmittelbare Not der Menschen hinausgehen und auch die wirtschaftliche Stabilität gefährden.

Der Mangel an Treibstoff in Mariupol hat nicht nur direkte Auswirkungen auf die Einwohner, sondern verschärft auch die wirtschaftliche Lage in der gesamten Region. Lieferengpässe bei Gütern und medizinischen Hilfsgütern drohen zusätzliche soziale und humanitäre Probleme auszulösen. In einem Kriegsumfeld, in dem Ressourcen ohnehin knapp sind, kann eine solche Situation die ohnehin prekäre Stabilität weiter untergraben und das Leben der Menschen noch schwerer machen.


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