Schwere Vorwürfe in Odessa: So wurde 'Immunität' vor der Einberufung teuer verkauft.

Schwere Vorwürfe in Odessa: So wurde 'Immunität' vor der Einberufung teuer verkauft
Schwere Vorwürfe in Odessa: So wurde 'Immunität' vor der Einberufung teuer verkauft

Kriminelles Netzwerk in Odessa aufgedeckt

Nach Angaben von Novyny.live: In Odessa ist ein kriminelles Netzwerk auseinandergebrochen, das gegen hohe Geldsummen Schutz vor der Mobilmachung versprach. Die Ermittler beschuldigen Führungskräfte einer öffentlichen Organisation sowie Beamte des Territorialen Rekrutierungs- und Sozialzentrums (TCC), die illegale Struktur organisiert zu haben. Gegen Zahlung erhielten Kunden Ausweise, die ihnen einen scheinbaren "Impfschutz" gegen die Einberufung garantieren sollten.

Geschäftsmodell mit verschiedenen Paketen

Das Geschäft lief unter dem Deckmantel der öffentlichen Organisation "Ukraine ist die Mutter". Der Leiter der Organisation, zwei seiner Stellvertreter und zwei weitere Beteiligte bauten ein System auf, das es zahlungskräftigen Kunden ermöglichte, Vorladungen und Überprüfungen zu umgehen. Für 1000 US-Dollar erhielt ein Kunde ein Mitgliedszertifikat der NGO. Ein "VIP-Paket" ohne Wartezeiten wurde für 3000 Dollar angeboten. Zusätzlich wurde von den Teilnehmern eine monatliche "Abonnementgebühr" von 3000 Hrywnja kassiert. Die Ermittler dokumentierten bereits Einnahmen von 40.000 Hrywnja und 3000 Dollar allein für die Ausstellung der Papiere. Die monatlichen Gesamteinnahmen der Organisation beliefen sich auf bis zu 30 Millionen Hrywnja.

In der Region Odessa zählte die Organisation etwa 300 Mitglieder, landesweit waren es bis zu 1500. Im Zuge der Ermittlungen wurden 64 Durchsuchungen durchgeführt. Dabei beschlagnahmten die Behörden:

  • mehr als 1,6 Millionen Hrywnja in verschiedenen Währungen;
  • 6 Schusswaffen;
  • 38 Handgranatenwerfer;
  • 6 Kraftfahrzeuge.

Den Beschuldigten wurde der Verdacht nach den Artikeln 114-1, 362 und 369-2 des Strafgesetzbuches der Ukraine mitgeteilt. Das Gericht ordnete Untersuchungshaft ohne Möglichkeit der Kaution an. Solche Fälle zeigen die Herausforderungen für die Mobilisierung in Kriegszeiten.

Die Aufdeckung unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Problems der Mobilisierungsflucht in der Ukraine, insbesondere unter Kriegsbedingungen.

Organisierte kriminelle Netzwerke, die rechtliche Grauzonen und korrupte Verbindungen ausnutzen, gefährden die nationale Sicherheit. Die Behörden setzen ihren aktiven Kampf gegen derartige Praktiken fort, um die Gleichheit vor dem Gesetz zu wahren und die Mobilisierungsbemühungen des Landes zu unterstützen.


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