Die meisten ukrainischen Migranten planen nicht, zurückzukehren: Daten einer neuen Studie.
Nach Angaben von ТСН: Die Integration der Ukrainer in Polen verbessert sich seit drei Jahren in Folge. Die Gehälter der Ukrainer steigen, die Überweisungen nach Hause nehmen ab, und jeder vierte Flüchtling sowie mehr als die Hälfte der vor dem Krieg eingewanderten Migranten planen nicht, in die Ukraine zurückzukehren.
Dies wird durch die Studie der Nationalbank Polens (NBP) und die Daten von Gremi Personal bestätigt.
Wirtschaftliche Indikatoren und Einkommen
Die Verbesserung der finanziellen Lage der Ukrainer in Polen ist ein entscheidender Faktor für die Integration.
Das durchschnittliche Gehalt der Ukrainer steigt im Einklang mit dem allgemeinen Wachstum der polnischen Wirtschaft. Die höchsten Einkommen sind in den Bereichen IT, Bau und Transport zu verzeichnen.
Bis 2025 leben die Ukrainer hauptsächlich von dem Geld, das sie in Polen verdienen: Für vor dem Krieg eingewanderte Migranten machen die Arbeit 92 % des Einkommens aus, für Flüchtlinge 78 %.
Die NBP stellt fest, dass die Überweisungen nach Ukraine abnehmen, da Migranten mehr Geld direkt in Polen ausgeben.
Gleichzeitig hat sich der Anteil der Menschen mit einem festen Arbeitsplatz erhöht, aber etwa 36 % der Flüchtlinge arbeiten immer noch nicht in ihrem Beruf. Der Geschäftsführer von Gremi Personal, Tomasz Bogdziej, betonte, dass dies
“erhebliche Verluste des Humankapitals”, deren Potenzial nicht vollständig genutzt wird.
Soziale Anpassung und Zukunftspläne
Die Situation im sozialen Bereich verändert sich ebenfalls. Die meisten Ukrainer (81 %) sorgen für sich selbst ohne fremde Hilfe (72 % mieten, 9 % kaufen). In den kollektiven Unterkünften verbleiben überwiegend Personen im Alter von 45 Jahren und älter.
Auch die sprachliche Anpassung hat sich verbessert: 63 % der Befragten beherrschen die polnische Sprache gut oder fließend, nur 4 % sprechen sie gar nicht.
Der Anteil der Ukrainer, die in Polen mit Partnern leben, hat zugenommen, während unter den Flüchtlingen ein Rückgang von Familien mit Kindern zu beobachten ist.
Unwilligkeit zur Rückkehr
Ein entscheidender Indikator für die Integration sind die Pläne für einen langfristigen Aufenthalt:
Vor dem Krieg eingereiste Migranten: 51 % möchten für immer in Polen bleiben, 37 % haben keine klaren Pläne.
Flüchtlinge: 24 % planen, für immer zu bleiben, und 56 % haben keine konkreten Absichten.
Am meisten Menschen, die gerne langfristig in Polen leben möchten, leben im Westen des Landes.
Die beliebtesten Stellenangebote
Im Laufe von neun Monaten des Jahres 2025 suchten die Ukrainer am häufigsten Jobs in Logistikzentren, der Industrie und der Lebensmittelproduktion.
Verpackungs- und Sortierarbeiter in Lagern und Logistikzentren — fast 49 % aller Bewerber.
Landwirtschaftliche Richtungen und Lebensmittelverarbeitung — 11,2 %.
Früher wurde bekannt, wie viele junge ukrainische Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren nach der Gesetzesänderung legalisiert wurden.
All dies deutet auf eine schrittweise, aber beständige Integration der Ukrainer in die polnische Gesellschaft hin. Ein hohes Maß an wirtschaftlicher Beteiligung und ein Anstieg der Sprachkenntnisse bestätigen, dass die Ukrainer aktive Teilnehmer am Leben des Landes werden, was wiederum die Bildung neuer sozialer und kultureller Beziehungen in beiden Ländern beeinflussen kann.
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