Angriff auf Raffinerie in Kapotnja: Russischer Aktienmarkt bricht um 4 Prozent ein.

Angriff auf Raffinerie in Kapotnja: Russischer Aktienmarkt bricht um 4 Prozent ein
Angriff auf Raffinerie in Kapotnja: Russischer Aktienmarkt bricht um 4 Prozent ein

Angriff auf die Moskauer Ölraffinerie

Nach Angaben von Espreso.tv: Am 18. Juni 2026 erschütterte ein Angriff auf die Moskauer Ölraffinerie im Stadtteil Kapotnja die russischen Finanzmärkte. Es war bereits der zweite Schlag gegen diese Anlage innerhalb weniger Tage, nachdem bereits am 16. Juni ukrainische Drohnen dasselbe Ziel getroffen hatten. Der MOEX-Index stürzte daraufhin um 2,32 Prozent ab – der stärkste Tagesverlust seit Oktober 2025. Besonders betroffen waren die Aktien großer Konzerne wie Gazprom Neft und Rosneft, was die wachsenden wirtschaftlichen Risiken für Russland unterstreicht.

Wirtschaftliche Folgen und Risiken

Die Aktien von Gazprom Neft verloren 3,2 Prozent, während Rosneft sogar ein Minus von 4 Prozent verbuchte. Auch die Papiere der VTB-Bank fielen um 4 Prozent, und die der Sberbank gaben um 1,5 Prozent nach. Diese Attacke auf eine zentrale Ölraffinerie, die 40 Prozent des Treibstoffbedarfs von Moskau deckt, verschärfte die ohnehin negativen Markttrends. Seit Jahresbeginn 2026 hat der russische Aktienmarkt bereits 12 Prozent eingebüßt, und die Marktkapitalisierung aller russischen Unternehmen beträgt nur noch rund 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Seit Mai 2026 mehren sich die Angriffe auf Russlands Ölinfrastruktur, was zunehmend die Stabilität der gesamten Wirtschaft gefährdet. Solche Ereignisse könnten langfristige Auswirkungen auf die finanzielle Lage des Landes haben, insbesondere angesichts der Eskalation des Konflikts. Die wiederholten Schläge gegen strategische Anlagen wie Raffinerien drohen die Wirtschaftskrise zu vertiefen, Investitionen weiter zurückgehen zu lassen und soziale Spannungen zu verstärken. Da die Ölinfrastruktur für die russische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung ist, bergen diese Attacken erhebliche Risiken für die Energieversorgungssicherheit und die finanzielle Stabilität des Landes.


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