Fast die Hälfte der russischen Ölexporte lahmgelegt: Was die Hafenangriffe für den Weltmarkt bedeuten.
Russlands Ölgeschäft gerät ins Wanken
Nach Angaben von TSN.ua: Die Ukraine hat mit gezielten Angriffen auf russische Ostseehäfen einen empfindlichen Treffer gelandet. Betroffen sind vor allem die Terminals 'Ust-Luga' und 'Primorsk', die für die Verschiffung von Rohöl essenziell sind. Etwa 45 Prozent der gesamten russischen Seetransporte von Rohöl – umgerechnet 1,72 Millionen Barrel pro Tag – wurden über diese beiden Häfen abgewickelt. Durch die Attacken sind sie vorerst außer Betrieb gesetzt worden.
Die Schläge gegen 'Ust-Luga' und 'Primorsk' sind ein ernster Schritt in der ukrainischen Strategie. Bereits am 25. März griffen Drohnen die Häfen von 'Ust-Luga' und 'Wyborg' an, was sogar eine vorübergehende Schließung des Flughafens Pulkowo in St. Petersburg zur Folge hatte. Zwei Tage später, am 27. März, erschütterten erneut Explosionen die Anlagen, die durch Satellitenbilder bestätigt wurden. Nur 48 Stunden danach, am 29. März, trafen weitere Drohnen den Hafen 'Ust-Luga' und entfachten dort ein Feuer. Die Angriffsserie hat die russische Öl-Exportlogistik schwer beschädigt.
Schwerer Schlag für Moskaus Staatskasse
Da 'Ust-Luga' und 'Primorsk' zu den Drehkreuzen des russischen Ölhandels zählen, gefährdet ihr Ausfall die dringend benötigten Deviseneinnahmen des Kremls. Ein signifikanter Rückgang der Einnahmen aus dem Energieexport würde die ohnehin unter internationalen Sanktionen leidende russische Wirtschaft zusätzlich unter Druck setzen. Die Entwicklungen an der Ostsee könnten zudem die globalen Ölmärkte beeinflussen und zu Preisverschiebungen im Energiesektor führen.
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