Zwangsweise Injektion gegen Ukrainer in Ungarn: Neue Details zur Festnahme von Oschadbank-Geldboten.
Festnahme von Geldtransport-Mitarbeitern in Ungarn
Nach Angaben von TSN.ua: Am 5. März wurden in Ungarn sieben Angestellte der ukrainischen Oschadbank festgenommen, die staatliche Gelder transportierten. Die Spezialeinheit TEK ging bei dem Einsatz gegen die Geldboten vor und beschlagnahmte hohe Summen öffentlicher Mittel, darunter Goldbarren sowie mehrere Dutzend Millionen Euro und US-Dollar. Besondere Brisanz erhält der Fall durch den Einsatz einer sogenannten „Zwangs-Injektion“ gegen einen der Festgenommenen – einen früheren Mitarbeiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU.
Der Mann, dem die Spritze verabreicht wurde, leidet an Diabetes und erlitt während der Festnahme eine hypertensive Krise. Der ungarische Anwalt Lóránt Horváth bestätigte, dass dem Betroffenen eine Substanz unbekannter Zusammensetzung injiziert wurde. Insgesamt stellten die Behörden bei der Aktion 82,2 Millionen Dollar sicher.
Reaktion der Oschadbank und politische Folgen
Die Oschadbank hat inzwischen Strafanzeige bei den ungarischen Strafverfolgungsbehörden erstattet. Zudem formulierte das Geldhaus konkrete Forderungen:
- Rücknahme der Abschiebung der Festgenommenen;
- Rückgabe der beschlagnahmten Gelder.
Die Festnahme erfolgt zu einem politisch sensiblen Zeitpunkt, nur wenige Wochen vor den ungarischen Parlamentswahlen am 12. April.
Der Vorfall hat breite Aufmerksamkeit erregt, denn die Festnahme von Angestellten einer ausländischen Bank – noch dazu kurz vor einer Wahl – könnte die politische Lage in Ungarn beeinflussen. Die Rückführung der beschlagnahmten Werte und der rechtliche Status der Festgenommenen könnten Gegenstand internationaler Gespräche werden, insbesondere vor dem Hintergrund der bilateralen Beziehungen zwischen der Ukraine und Ungarn. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Fall weiterentwickelt, da er das Potenzial hat, die Beziehungen beider Länder nachhaltig zu belasten.
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