Ungarns Außenminister: EU brauche keinen Schutz vor Russland – Ukraine gehöre nicht in die Union.

Ungarns Außenminister: EU brauche keinen Schutz vor Russland – Ukraine gehöre nicht in die Union
Ungarns Außenminister: EU brauche keinen Schutz vor Russland – Ukraine gehöre nicht in die Union

Kontroverse Aussagen des ungarischen Außenministers

Nach Angaben von Novyny.live: In einem CNN-Interview am 18. Februar vertrat Ungarns Außenminister Péter Szijjártó eine polarisierende Position. Er erklärte, Europa benötige keinen Schutz vor Russland und sprach sich gegen eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine aus. Szijjártó führte aus:

„Europa braucht keinen Schutz durch die Ukraine. Sie kämpft für sich selbst, nicht für uns. Das ist ihr Krieg, nicht unserer. Wir schulden ihnen nichts für einen angeblichen Schutz.“
Diese Äußerungen stehen im scharfen Kontrast zur offiziellen Linie der Europäischen Union.

Ukrainische Replik und die Rolle der ungarischen Minderheit

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba konterte umgehend. Er verwies auf die Haltung der in der Ukraine lebenden ethnischen Ungarn, die das Land unterstützen. Kuleba entgegnete:

„Ich frage mich, was die ethnischen Ungarn, die für die Ukraine kämpfen, zu dieser schamlosen Aussage denken. Die Ukraine erkauft Europa Zeit, indem sie sicherstellt, dass russische Panzer nicht durch europäische Straßen rollen – wie 1956 in Budapest.“
Mit dem Verweis auf den Ungarn-Aufstand unterstreicht Kuleba die historische Dimension der aktuellen Bedrohung.

Die ungarische Blockadehaltung gegenüber dem ukrainischen EU-Beitritt sorgt weiter für erheblichen politischen Zündstoff. Szijjártós Worte spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen Budapest und Kiew wider und offenbaren tiefe Gräben in der europäischen Sicherheitsdebatte. Die Position Ungarns stellt eine Herausforderung für den europäischen Zusammenhalt im Angesicht des russischen Angriffskrieges dar.

Die Kontroverse zeigt, wie sehr nationale Interessen und historische Narrative die gemeinsame EU-Außenpolitik belasten können. Die Haltung der ungarischen Regierung steht dabei im Widerspruch zur Meinung vieler ethnischer Ungarn in der Ukraine selbst. Diese innergesellschaftliche Diskrepanz könnte langfristig auch die ungarische Innenpolitik beeinflussen und die Diskussion über europäische Solidarität weiter anheizen.


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