Mobilisierung in der Ukraine bis Mai 2026 verlängert: Diese Neuerungen treten im April in Kraft.

Mobilisierung in der Ukraine bis Mai 2026 verlängert: Diese Neuerungen treten im April in Kraft
Mobilisierung in der Ukraine bis Mai 2026 verlängert: Diese Neuerungen treten im April in Kraft

Kriegsrecht und Mobilisierung in der Ukraine: Verlängerung um 90 Tage

Nach Angaben von TSN.ua: Die Ukraine hat das Kriegsrecht und die allgemeine Mobilisierung um weitere 90 Tage verlängert – vom 3. Februar bis zum 4. Mai 2026. Ab dem 1. April 2026 tritt dabei eine überarbeitete Mobilisierungsordnung in Kraft, die vor allem auf schärfere Kontrollen und die Einführung einer elektronischen Erfassung der Wehrpflichtigen setzt. Damit reagiert das Land auf die anhaltende militärische Bedrohung.

Was die neuen Mobilisierungsregeln vorsehen

Laut den aktualisierten Bestimmungen sind Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren wehrpflichtig. Frauen hingegen können den Streitkräften nur auf eigenen Wunsch beitreten. Die Altersgrenze für die meisten Wehrpflichtigen liegt bei 60 Jahren, während sie für höhere Offiziere auf 65 Jahre angehoben wurde.

Ein wichtiger Punkt: Vorladungen können künftig auch elektronisch zugestellt werden, was die Benachrichtigung vereinfachen soll. Zudem ist es möglich, Anträge auf Zurückstellung aus dem Militärdienst online einzureichen. Bei der Einberufung werden zuerst Wehrpflichtige mit Kampferfahrung, Personen mit gefragten Fachkenntnissen, gesundheitlich geeignete Männer sowie jene ohne Zurückstellung oder Freistellung berücksichtigt.

Die Gründe für eine Zurückstellung bleiben unverändert. Anspruch darauf haben:

  • Menschen mit Behinderung;
  • Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht diensttauglich sind;
  • Eltern von drei oder mehr Kindern;
  • alleinerziehende Mütter oder Väter, Vormünder und Pfleger;
  • Angehörige gefallener Soldaten;
  • aus der Gefangenschaft entlassene Personen;
  • Studierende in Vollzeit- oder dualer Ausbildung;
  • Beschäftigte systemrelevanter Unternehmen;
  • bestimmte Gruppen von Staatsbediensteten, Wissenschaftlern und Lehrkräften.

Zusammengefasst zielen die neuen Regelungen zur Mobilisierung und die Verlängerung des Kriegsrechts darauf ab, die militärischen Ressourcen der Ukraine effizienter zu verwalten und zu kontrollieren – angesichts der fortwährenden Aggression. Diese Maßnahmen zeigen, dass der Staat bestrebt ist, sich den Herausforderungen des Krieges anzupassen und die Verteidigungsfähigkeit durch moderne Technologien und Ressourcen zu stärken.


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