DNA-Panne ließ ihn für tot erklären: Ukrainer kehrt nach fast vier Jahren aus Gefangenschaft zurück.

DNA-Panne ließ ihn für tot erklären: Ukrainer kehrt nach fast vier Jahren aus Gefangenschaft zurück
DNA-Panne ließ ihn für tot erklären: Ukrainer kehrt nach fast vier Jahren aus Gefangenschaft zurück

Die Rückkehr von Nazar Daletskyi

Nach Angaben von TSN.ua: Am 5. Februar 2023 kehrte Nazar Daletskyi nach fast vier Jahren in russischer Gefangenschaft in die Ukraine zurück. Für seine Familie kam das völlig überraschend – ein fehlerhafter DNA-Test hatte sie glauben lassen, er sei tot. Seine 72-jährige Mutter Natalia Daletska erhielt am Tag seiner Rückkehr einen Anruf, der bestätigte, dass ihr Sohn lebt, obwohl die Familie bereits eine Beerdigung abgehalten hatte. Solche Fälle zeigen, wie Krieg und Bürokratie zu fatalen Missverständnissen führen können.

Als Nazar aus der Gefangenschaft entlassen wurde, war er 46 Jahre alt und hatte 15 Kilogramm an Gewicht verloren. Bereits im Mai 2022 war seiner Mutter mitgeteilt worden, dass er sich in Gefangenschaft befinde; im Oktober 2022 bestätigten zwei zurückgekehrte Soldaten, ihn gesehen zu haben. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine, in dem schätzungsweise über 100.000 Menschen getötet wurden, ist Nazars Schicksal ein erschütterndes Beispiel dafür, wie Fehler zu persönlichen Tragödien eskalieren können.

'Nicht jeder bekommt die Chance, seine eigene Beerdigung zu sehen und zu erfahren, wer am meisten um einen geweint hat.' Nazar Daletskyi

Diese Worte verdeutlichen seine emotionale Verfassung nach der Rückkehr. Seine Mutter rief unter Tränen aus: 'Mein Gott, wie lange habe ich auf dich gewartet, mein kostbares Kind.' Ein Sicherheitsbeamter begrüßte ihn mit den Worten: 'Willkommen – Sie sind von den Toten auferstanden.'

Ein Symbol der Hoffnung

Der Fall Nazar Daletskyi beleuchtet nicht nur ein persönliches Drama, sondern auch tiefgreifende Probleme des Krieges. In der Ukraine sind über 90.000 Menschen als vermisst registriert, die meisten von ihnen Soldaten – ein Beleg für den enormen Preis, den das Land in diesem Konflikt zahlt. Nazars Rückkehr wurde für viele, die noch auf ihre Angehörigen warten, zu einem Symbol der Hoffnung.

Die Geschichte von Nazar Daletskyi unterstreicht nicht nur die dramatische Erfahrung einer Familie, sondern auch die umfassendere Realität, mit der die Ukraine im Krieg konfrontiert ist. Die hohe Zahl vermisster ukrainischer Militärangehöriger und Zivilisten zeigt, wie tief die Wunden des Konflikts reichen. Dieser Fall erinnerte die Gesellschaft daran, wie wichtig die Unterstützung für Familien ist, die auf Nachricht über ihre Liebsten hoffen, und dass Anstrengungen nötig sind, um Fragen zu Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen zu klären.

Die Bedeutung solcher Geschichten liegt darin, dass sie helfen, die Erinnerung an die vom Krieg Betroffenen zu bewahren und die Hoffnung auf ihre Rückkehr am Leben zu halten.


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