Sonderzüge für Staatsgäste: So reisen Biden und Macron sicher durch die Ukraine.

Sonderzüge für Staatsgäste: So reisen Biden und Macron sicher durch die Ukraine
Sonderzüge für Staatsgäste: So reisen Biden und Macron sicher durch die Ukraine

Rollende Residenzen für hohen Besuch

Nach Angaben von Novyny.live: Für Staatsbesuche während des Krieges hat die Ukrainische Eisenbahn (Ukrsalisnyzja) spezielle VIP-Waggons in Bereitschaft. Diese Züge gewährleisten den ausländischen Würdenträgern auf ihren Reisen durch die Ukraine maximale Sicherheit und Komfort.

Die Ausstattung der Luxuswagen lässt keine Wünsche offen:

  • Holzvertäfelung
  • Schlafabteile
  • Konferenzbereich
  • Bibliothek
  • Badezimmer
  • Küche

Jeder Wagen bietet bis zu acht Personen Platz und verfügt über ein Doppelbett. Die Reisen mit ausländischen Delegationen finden nachts statt, die Fenster sind stets verhängt – beides dient dem Schutz und der Diskretion. Solche Sonderfahrten sind ein wichtiger Bestandteil der ukrainischen Protokollarbeit in Kriegszeiten.

Prominente Passagiere und ihre Strecken

Zu den prominenten Gästen, die bereits in diesen Waggons unterwegs waren, zählen Joe Biden, Boris Johnson, Emmanuel Macron, Friedrich Merz, Petr Pavel und Mark Rutte. Die VIP-Züge verkehren auf folgenden Hauptverbindungen:

  • Kiew–Lwiw
  • Odessa–Lwiw
  • Odessa–Charkiw
  • Kiew–Dnipro

Bis zum Jahr 2024 konnten auch Privatpersonen diese Waggons der Luxusklasse buchen, gegen einen Aufpreis von 16.000 bis 34.000 Hrywnja.

Trotz dieser hochwertigen Infrastruktur für Staatsgäste steht die finanzielle Lage des Unternehmens unter Druck: Fitch Ratings hat den langfristigen Rating von Ukrsalisnyzja auf RD herabgestuft. Diese Einstufung spiegelt die erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen wider, die die Zukunftsfähigkeit des Bahnbetreibers gefährden könnten.

Die Bereitstellung der VIP-Züge zeigt das ukrainische Bemühen, auch unter Kriegsbedingungen höchste Sicherheits- und Servicestandards für internationale Partner zu gewährleisten.

Die Herabstufung durch die Ratingagentur unterstreicht jedoch die gravierenden finanziellen Probleme des Unternehmens. Sie machen deutlich, wie fragil selbst kritische Infrastrukturen in der aktuellen Krise sind und wie dringend sie stabilisiert werden müssen.


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