Neue Bodenbewertung: Das ändert sich bei der Grundsteuer für Eigentümer.

Neue Bodenbewertung: Das ändert sich bei der Grundsteuer für Eigentümer
Neue Bodenbewertung: Das ändert sich bei der Grundsteuer für Eigentümer

Änderungen bei der Bewertung von Grundstücken

Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung hat die Regeln für die finanzielle Bewertung von Grundstücken überarbeitet. Dies wirkt sich direkt auf die Berechnung der Grundsteuer aus. Die neuen Vorschriften treten einen Monat nach ihrer offiziellen Veröffentlichung in Kraft. Sie wurden durch den Beschluss Nr. 676 des Ministerkabinetts vom 27. Mai 2026 festgelegt.

Für Städte mit einer Einwohnerzahl zwischen einer und 1,5 Millionen Menschen steigt der Richtwert für kapitalisierte Renteneinkünfte von 1000 auf 1500 Hrywnja pro Quadratmeter. In Gemeinden mit mehr als 1,5 Millionen Einwohnern liegt dieser Wert künftig bei 1302 Hrywnja pro Quadratmeter. Diese Anpassung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Höhe der Grundsteuer, die Grundstückseigentümer in diesen Städten entrichten müssen.

Kurorte im Wandel und Agrarbodenmarkt

Zudem wurde die Liste der Kurorte in der Ukraine aktualisiert. Odessa wurde neu aufgenommen, während Lysowytschi gestrichen wurde. Diese Entscheidung zeigt eine veränderte Strategie bei der Förderung der Kurinfrastruktur im Land.

Beim Thema Agrarflächen zeigt sich ein reger Handel: Bislang wurden über 500.000 Kaufverträge für landwirtschaftliche Grundstücke abgeschlossen. Der Gesamtwert dieser Transaktionen liegt bei rund 49,7 Milliarden Hrywnja. Die verkaufte Fläche umfasst etwa 977.200 Hektar. Diese Zahlen belegen die hohe Aktivität am Bodenmarkt und könnten künftige Anpassungen des Landrechts beeinflussen.

Die überarbeitete Methode zur finanziellen Grundstücksbewertung mit ihren neuen Kennziffern könnte zu höheren Steuereinnahmen für den Staatshaushalt führen. Gleichzeitig steigt dadurch die finanzielle Belastung für die Eigentümer der betroffenen Flächen.

Zusammengefasst: Die neuen Bewertungsregeln, die angehobenen Richtwerte für Städte und die veränderte Liste der Kurorte werden das Steuersystem und den Bodenmarkt in der Ukraine spürbar verändern.

Die Überarbeitung der Kurortliste, insbesondere die Aufnahme von Odessa, könnte den Ausbau des Tourismussektors fördern. Die rege Nachfrage nach landwirtschaftlichen Nutzflächen zeigt das wachsende Interesse von Investoren. Diese Entwicklung könnte die Grundlage für weitere Reformen des ukrainischen Bodengesetzes bilden.


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