Neues Steuergesetz für IWF-Kredite beschlossen: Wer bald Mehrwertsteuer zahlen muss.

Neues Steuergesetz für IWF-Kredite beschlossen: Wer bald Mehrwertsteuer zahlen muss
Neues Steuergesetz für IWF-Kredite beschlossen: Wer bald Mehrwertsteuer zahlen muss

Finanzministerium legt Gesetzesentwurf vor

Nach Angaben von TSN.ua: Das ukrainische Finanzministerium hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der mehrere steuerliche Verpflichtungen gegenüber dem Internationalen Währungsfonds (IWF) bündelt. Ziel ist es, jährlich rund 60 Milliarden Griwna zusätzlich in den Staatshaushalt zu spülen. Der Entwurf fasst verschiedene Auflagen in einem einzigen Dokument zusammen, um die Umsetzung zu erleichtern.

Kernpunkte der geplanten Regelung

Ab dem 1. Januar 2027 müssen vereinfacht besteuerte Unternehmen („Sproschtschenzy“) mit einem Jahresumsatz ab 4 Millionen Griwna Mehrwertsteuer (MwSt.) abführen. Um kleinere Verstöße zu entlasten, sieht der Entwurf vor, dass die ersten fünf Verstöße innerhalb eines Jahres lediglich mit einer symbolischen Strafe von 1 Griwna belegt werden. Die Pflicht zur Zahlung des Militärzuschlags – einer wichtigen Einnahmequelle für die Streitkräfte – wird bis zum Abschluss der Reform der ukrainischen Armee verlängert.

  • Für Privatpersonen beträgt der Militärzuschlag 5 %
  • Für Unternehmer der Gruppen 1, 2 und 4 liegt er bei 10 %
  • Für die Gruppe 3 gilt ein Satz von 1 %

Der Entwurf sieht zudem eine automatische Besteuerung von Einkünften aus digitalen Plattformen vor. Der Einkommensteuersatz soll von 18 % auf 5 % sinken. Personen mit einem Jahreseinkommen von maximal 2000 Euro bleiben steuerfrei. Bei Paketen für den persönlichen Bedarf fällt bis zu einem Warenwert von 45 Euro keine Mehrwertsteuer an.

Der IWF hat Bedenken hinsichtlich der Finanzierung der Ukraine im Rahmen des 8,1-Milliarden-Dollar-Programms geäußert. Daher muss das Parlament bis Ende März eine Reihe von Steueränderungen verabschieden, die zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage beitragen und die Auflagen der internationalen Geldgeber erfüllen sollen.

Die vorgeschlagenen Änderungen im ukrainischen Steuerrecht sind ein wichtiger Schritt für die finanzielle Stabilität des Landes und die Erfüllung der Zusagen gegenüber internationalen Partnern.

Durch die Anpassung der Steuerregeln, insbesondere für vereinfacht Besteuerte und Einkünfte aus digitalen Plattformen, könnten dem Staatshaushalt zusätzliche Mittel zufließen – ein kritisches Anliegen in der aktuellen Lage. Die Verabschiedung des Gesetzes könnte auch das Vertrauen von Investoren und internationalen Kreditgebern stärken, die die wirtschaftlichen Reformfortschritte der Ukraine genau beobachten.


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