Bis zu 1000 Griwna zurück: Neues Tank-Cashback-Programm der Regierung gestartet.
Benzinpreise erreichen Rekordhöhen
Nach Angaben von TSN.ua: Die Ukraine erlebt eine schwere Treibstoffkrise. Grund dafür sind die gestiegenen Preise für Benzin und Diesel, ausgelöst durch den Krieg im Nahen Osten. Aktuell kostet der Liter A-95 über 71 Griwna, Diesel liegt sogar bei fast 80 Griwna. Um Autofahrer finanziell zu entlasten, hat die Regierung ein Cashback-Programm ins Leben gerufen. Seit dem 20. März 2023 können Ukrainer beim Tanken Geld zurückbekommen. Der maximale Betrag liegt bei 1000 Griwna pro Monat – gültig bis zum 1. Mai 2023.
Was Experten erwarten
Fachleute rechnen mit einer weiteren Verschlechterung der Lage. Serhij Kujun erklärte:
„Der Großhandelspreis liegt heute bei 77 Griwna pro Liter. Im letzten Jahr betrug der Unterschied zwischen Einzel- und Großhandel 8–9 Griwna. Einfache Rechnung: 77 + 8 = mindestens 85 Griwna für einen Liter Diesel an der Tankstelle.“Oleksandr Sirenko prognostiziert: „Benzin A-95 ist stabiler, aber die Marke von 75+ Griwna wird er in den nächsten Wochen erreichen.“
Das Cashback-Programm erstattet Autofahrern einen Prozentsatz des Kaufpreises. Im Einzelnen:
- Diesel: 15 % Rückerstattung (8 bis 11 Griwna pro Liter),
- Benzin: 10 % (rund 7 Griwna pro Liter),
- Autogas: 5 % (etwa 2 Griwna pro Liter).
Ziel der Initiative ist es, die steigenden Spritkosten für die Bevölkerung abzufedern.
Gleichzeitig wirken sich internationale Entwicklungen auf den ukrainischen Treibstoffmarkt aus. So blockierte Ungarn einen Kredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine, während Russland durch die Krise täglich zusätzliche 150 Millionen US-Dollar verdient. Diese Faktoren verdeutlichen die angespannte wirtschaftliche Lage, die entschlossenes Handeln der Behörden erfordert, um die Bürger zu unterstützen.
Der Preisanstieg bei Treibstoff ist also nicht nur hausgemacht – auch globale Ereignisse verschärfen die Situation. Das Cashback-Programm ist ein Versuch der Regierung, die Folgen für die Bevölkerung abzumildern. Experten warnen jedoch vor weiter steigenden Preisen. Angesichts der Blockade Ungarns und der finanziellen Vorteile für Russland muss die Ukraine dringend Maßnahmen ergreifen, um den Treibstoffmarkt zu stabilisieren und ihre Bürger zu entlasten.
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