Busfahrpreise in Odessa könnten auf 25 Griwna steigen: Hintergründe zur geplanten Erhöhung.

Busfahrpreise in Odessa könnten auf 25 Griwna steigen: Hintergründe zur geplanten Erhöhung
Busfahrpreise in Odessa könnten auf 25 Griwna steigen: Hintergründe zur geplanten Erhöhung

Neue Tarife für Minibusse in Odessa: Was Fahrgäste erwartet

Nach Angaben von Novyny.live: In Odessa könnten die Fahrpreise in den privaten Minibussen (Marschrutkas) von aktuell 20 auf bis zu 25 Griwna angehoben werden. Grund dafür sind gestiegene Kosten für Treibstoff und Fahrzeugwartung. Die Betreiber haben bei der Stadtverwaltung bereits einen Antrag auf Tarifanpassung gestellt. Der seit Ende 2024 geltende Preis von 20 Griwna decke die aktuellen Ausgaben nicht mehr, so die Unternehmen.

Warum die Preise steigen sollen

Hauptgrund für die geplante Erhöhung ist der starke Anstieg der Spritpreise. Lag der Literpreis früher bei etwa 55 Griwna, beträgt er heute rund 80 Griwna. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 40 Prozent. Die wirtschaftlich gerechtfertigten Kosten pro Fahrt liegen laut Branchenangaben sogar bei über 33 Griwna – was den Anpassungsbedarf deutlich mache.

Ihor Barabul erklärte: 'Im März begann der Treibstoffpreis stark zu steigen und liegt heute bei rund 80 Griwna. Das ist ein Zuwachs von mehr als 40 Prozent.'

Die Transportunternehmen weisen darauf hin, dass der aktuelle Tarif Verluste verursacht und ihren Betrieb erschwert. Aus diesem Grund schlagen sie einen neuen Preis von 30 Griwna vor. Allerdings hoffen sie, dass die Stadtverwaltung aus sozialen Erwägungen einen Kompromiss von 25 Griwna genehmigt.

Zum Vergleich: In Odessa kostet die Fahrt mit der Straßenbahn oder dem Oberleitungsbus derzeit 15 Griwna, in den meisten städtischen Minibussen 20 Griwna. In der Oblast Odessa wurden die Tarife auf Überland- und Regionalbuslinien bereits angehoben – ein Zeichen für den allgemeinen Trend zur Preiskorrektur im Nahverkehr.

Die geplante Tariferhöhung in Odessa spiegelt die gesamtwirtschaftliche Lage in der Ukraine wider, wo steigende Treibstoffkosten alle Verkehrsbereiche belasten. Angesichts der Verluste der Betreiber könnte die Anpassung notwendig sein, um die Stabilität des öffentlichen Nahverkehrs in der Stadt zu sichern. Ähnliche Entwicklungen in anderen Regionen zeigen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vielerorts zu vergleichbaren Preisanpassungen führen.


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