Odessa benannte eine Straße nach dem Dissidenten Barladianu: Geschichte der Unbeugsamkeit.
Im Kiewer Bezirk von Odessa wurde die Om-Straße zu Ehren von Vasyl Barladianu umbenannt. Dieser Name gehört einer Person, die die Repressionen der sowjetischen Herrschaft überstanden hat, aber ihrer Treue zur Ukraine und ihrer Kultur treu geblieben ist. Sein Leben wurde zum Symbol der Unbeugsamkeit und des Kampfes für die Freiheit.
Darüber informierte am Sonntag, dem 17. August, der Rat der Stadt Odessa.
Wer war Vasyl Barladianu
Vasyl Barladianu (1942–2010) wurde in Transnistrien in einer Familie eines Nachkommen des Generals der UPR geboren. Im Alter von drei Jahren verlor er seinen Vater, den die sowjetische Macht zur Zwangsarbeit geschickt hatte. Diese Tragödie wurde zur ersten schmerzlichen Erfahrung in seinem Leben.
Barladianu erhielt eine Ausbildung als Militärkorrespondent und später als Philologe. Er arbeitete als Kunsthistoriker in Museen Westukrainens und der Nationalgalerie von Prag, erforschte die Verbindungen der Ukraine mit dem Balkan und dem Mittelmeer. Er unterrichtete an führenden Universitäten in Odessa und machte ukrainische sowie weltweite Kunst bekannt.
Verfolgung und Unbeugsamkeit
In den 1970er Jahren erregten Barladianus wissenschaftliche Publikationen die Aufmerksamkeit des KGB. Er wurde verhört, es fanden Durchsuchungen statt, er wurde von der Arbeit entlassen. Zweimal landete er wegen 'Verleumdungen gegen die sowjetische Ordnung' hinter Gittern. Insgesamt verbrachte er sechs Jahre in Lagern und arbeitete in einem Steinbruch. Selbst damals brach er nicht: Er hielt über ein Jahr lang ein Hungerstreik durch.
Nach seiner Freilassung war er gezwungen, als Elektriker zu arbeiten, setzte jedoch seine schriftstellerische Tätigkeit und Kulturforschung fort. 1987 trat er dem Internationalen Komitee zum Schutz politischer Gefangener bei und hielt in den 1990er Jahren Vorträge in Kanada und den USA, bevor er später nach Odessa zurückkehrte, um dort zu unterrichten.
Vermächtnis
Das wissenschaftliche und kulturelle Vermächtnis von Barladianu umfasst über eintausend Arbeiten in sechs Sprachen. Dies ist ein großer Beitrag zur Entwicklung des ukrainischen humanitären Denkens. Sein Leben und sein Schaffen sind ein Beispiel für Stärke des Geistes und Treue zum eigenen Land.
In dem Artikel wird die Umbenennung einer Straße im Kiewer Bezirk von Odessa zu Ehren von Vasyl Barladianu beschrieben, der ein herausragender Akteur und Wissenschaftler war. Barladianu überstand die Repressionen der sowjetischen Herrschaft, während er der Ukraine und ihrer Kultur treu blieb. Sein Leben wurde zum Symbol der Unbeugsamkeit und der Suche nach Freiheit, und sein wissenschaftliches und kulturelles Erbe leistete einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des ukrainischen humanitären Denkens.
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