Lebensmittelretter für Bedürftige: Neues System in der Ukraine geplant.

Lebensmittelretter für Bedürftige: Neues System in der Ukraine geplant
Lebensmittelretter für Bedürftige: Neues System in der Ukraine geplant

Lebensmittelverschwendung bekämpfen: Ukraine startet Foodbanking-Initiative

Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine soll ein Foodbanking-System eingeführt werden, das nicht verkaufte Lebensmittel an sozial benachteiligte Menschen weitergibt. Das Wirtschaftsministerium und die Ukrainische Föderation der Banken haben dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die nötigen gesetzlichen Grundlagen zu schaffen. Ziel ist es, die Verschwendung von noch genießbaren Produkten zu reduzieren und gleichzeitig Bedürftige zu unterstützen.

Laut Taras Wyssozkyj, stellvertretender Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, werden in der Ukraine jährlich etwa 2,5 bis 2,7 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Gleichzeitig sind über 12,7 Millionen Menschen im Land auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Kosten für diese Verschwendung belaufen sich auf rund 9,6 Milliarden Griwna pro Jahr. Das Foodbanking-System soll hier einen wichtigen Beitrag leisten, um sowohl soziale als auch ökonomische Probleme anzugehen.

Schrittweise Umsetzung: Von 50 auf 80 Prozent

In der ersten Phase ist geplant, bis zu 50 Prozent der nicht verkauften Produkte zu spenden, später soll dieser Anteil auf 80 Prozent steigen. Dafür sind ein spezielles Gesetz über Lebensmittelbanken sowie Anpassungen der Steuerregeln vorgesehen. Zudem sind Vergünstigungen für Unternehmen geplant, und große Handelsketten sollen verpflichtet werden, ihre Überschüsse weiterzugeben. Diese Maßnahmen könnten die Menge an weggeworfenen, aber noch nutzbaren Lebensmitteln drastisch verringern.

„Die Einführung von Foodbanking in der Ukraine könnte ein wichtiger Schritt sein, um die soziale Verantwortung von Unternehmen zu stärken und Lebensmittelabfälle zu reduzieren.“ – Taras Wyssozkyj

Das Programm verfolgt nicht nur das Ziel, den Ärmsten zu helfen, sondern auch wirtschaftliche Verluste durch die Entsorgung von Lebensmitteln zu minimieren. Darüber hinaus könnte das Projekt die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen und der Privatwirtschaft im Bereich der sozialen Verantwortung fördern. Es wird als ein Modell gesehen, das sowohl ökologische als auch gesellschaftliche Vorteile vereint.


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