Expertenprognose: Krieg in der Ukraine dauert mindestens bis 2026.
Wann ist ein Ende des Krieges in der Ukraine in Sicht?
Nach Angaben von TSN.ua: Nach aktuellen Expertenschätzungen wird der Krieg in der Ukraine leider mindestens bis 2026 andauern. Echte Verhandlungen über ein Ende der Kampfhandlungen könnten frühestens in der zweiten Hälfte 2026 oder sogar erst 2027 beginnen. Diese düstere Prognose wird durch die jüngste Eskalation untermauert, darunter ein massiver russischer Raketen- und Drohnenangriff auf die ukrainische Energieinfrastruktur – der schwerste in diesem Jahr.
Der Politologe Wolodymyr Fesenko hält ein baldiges Kriegsende für äußerst unwahrscheinlich. Ein freiwilliger Rückzug ukrainischer Truppen aus dem Donbas sei kaum vorstellbar, da der Präsident einen solchen Schritt nicht gehen werde. Fesenko betonte zudem, dass sich auf beiden Seiten des Konflikts verschiedene Formen der Erschöpfung bemerkbar machen werden.
Friedensgespräche stehen vor enormen Hürden
Die jüngste völkerrechtswidrige Annexion der Regionen Saporischschja und Cherson durch Russland erschwert die Aussicht auf einen schnellen Frieden erheblich. Fesenko hält ein Kriegsende in der ersten Hälfte des Jahres 2026 für kaum möglich. Zwar sei ein schrittweiser Weg zu einer Waffenruhe denkbar, doch substanzielle Fortschritte in den Verhandlungen seien wohl erst in einigen Jahren zu erwarten.
Walerij Pekar, Vizepräsident des Ukrainischen Verbands der Industriellen und Unternehmer, unterstrich die Komplexität der Lage. Die bisherigen Verhandlungsrunden zwischen Russland und der Ukraine hätten noch zu keinen wesentlichen Durchbrüchen geführt. Die Hoffnung auf ein rasches Ende des Krieges sei irrational, so Fesenko, da beide Seiten weiterhin ihre militärischen Ressourcen und Aktivitäten ausbauten.
Die Expertenprognose deutet somit auf eine lange Konfliktdauer hin und unterstreicht die Notwendigkeit eines besonnenen, abgewogenen Ansatzes bei künftigen Friedensverhandlungen.
Wolodymyr Fesenko
Vor dem Hintergrund der eskalierenden Gewalt und der territorialen Komplikationen durch die russischen Annexionen sieht sich auch die internationale Gemeinschaft mit großen Herausforderungen bei der Suche nach einem friedlichen Ausweg konfrontiert. Dies zeigt, wie wichtig diplomatische Anstrengungen auf allen Ebenen sind, um eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden. Gemäß den Einschätzungen der Fachleute sind realistische Veränderungen jedoch erst mittelfristig zu erwarten.
Lesen Sie auch
- US-Wahl zwingt Putin zu schnellen Abkommen: Konsequenzen für die Ukraine
- Warum ein Friedensabkommen bis Jahresende unwahrscheinlich ist – Einschätzung von Politikwissenschaftler Fesenko
- Russland stellt Bedingung für Frieden: Kiew soll Truppen binnen 60 Tagen abziehen
- Die ideale Abgeordnete: Was die Ukraine von ihrem Parlament erwartet
- Ungarns Premier auf Konfrontationskurs: Warum Orban mit Ukraine und EU eskaliert
- Ungarn-Wahl 2023: Wie sich das Verhältnis zu Kiew und Brüssel neu justieren könnte

